Navigation und Service

Inhalt

Moderne Verwaltungskommunikation

Moderne und sichere Informations- und Kommunikationstechnik ist Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Durch sie können Arbeitsabläufe effektiver und effizienter gestaltet und der Bürokratieabbau vorangetrieben werden.

Jede Verwaltung muss über eine funktionstüchtige, leistungsfähige und sichere Informations- und Kommunikationsinfrastruktur verfügen, mit der nicht nur die Übertragung von E-Mails, der Zugriff auf das interne Netz sowie das Führen von Telefongesprächen, sondern insbesondere auch die Nutzung von kritischen und sensiblen Fachanwendungen und Daten wie z. B. der Anti-Terror-Datei, der Ausländerzentralregister oder anderer verwaltungsinterner Fachverfahren gewährleistet wird.

Im Rahmen der jeweiligen fachlichen Zuständigkeit in Bund, Ländern und Kommunen existieren jedoch noch viele weitere parallele und individuelle Netzinfrastrukturen, für die es keine einheitlichen Sicherheitsstandards gibt. Durch diese individuellen Netzinfrastrukturen können nicht alle Potentiale der modernen Informations- und Kommunikationstechnik genutzt und vollständig ausgeschöpft werden. Weiterhin stehen sie in Gefahr, durch professionell organisierte Angriffe z. B. mit Trojanern, ausgespäht oder außer Gefecht gesetzt zu werden.

Die Vernetzung der Obersten Bundesbehörden sowie weiteren Behörden, insbesondere Sicherheitsbehörden, erfolgte bisher durch den Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB), der im Zuge des Umzugs der Bundesregierung nach Berlin geschaffen wurde.

Unter Berücksichtigung der gestiegenen Bedrohungslage, der hohen Bedeutung von Netzen für die Verwaltung und den rasanten technologischen Entwicklungen im IT-Sektor war eine Neugestaltung der Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen des Bundes über eine reine Modernisierung hinaus unerlässlich. Das Sicherheitsniveau muss an die sich stetig verschärfende IT-Sicherheitslage angepasst und die veränderten Anforderungen an die Netze sowie der Informationstechnik insgesamt berücksichtigt werden.

Mit "Netze des Bundes" (NdB) wird daher eine neue konsolidierte IT-Infrastruktur etabliert. Ziel von NdB ist es, ein IT-Netz mit erhöhtem Sicherheitsniveau bereitzustellen, das als Integrationsplattform für alle Weitverkehrsnetze der Bundesverwaltung dienen kann. Gleichzeitig wird die gesamte Bundesverwaltung im Bereich der IT-Infrastrukturen unter Nutzung von Synergie- und Konsolidierungspotenzialen zukunftssicherer aufgestellt.

Mit dem NdB-Verbindungsnetz werden in Umsetzung des IT-Netzgesetzes zudem eine deutschlandweite Kommunikationsinfrastruktur zwischen Bund, Ländern und Kommunen und der zusätzliche Zugang zum europäischen TESTA NG-Netz (ehem. sTESTA) bereitgestellt. Es setzt bei der zukünftigen Netzinfrastruktur bereits auf das Internet-Protokoll Version 6 (IPv6) auf. Der Umstieg von IPv4 auf IPv6 schafft neue Möglichkeiten für zukunftsorientierte Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung.

Zugleich wurde der Betrieb von NdB als bundeseigene Aufgabe der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) zum 01.01.2019 übertragen. Die BDBOS nimmt damit eine zentrale Betreiberrolle innerhalb der IT-Landschaft der öffentlichen Verwaltung ein.

Seitenübersicht

Themen

Nachrichten

Mediathek

© Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik