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Umsetzungsplan der IT-Steuerung Bund

Das vom Bundeskabinett am 5. Dezember 2007 verabschiedete Konzept "IT-Steuerung Bund" beschreibt neue, moderne Steuerungsprinzipien für die IT des Bundes. Der Umsetzungsplan "IT-Steuerung Bund" übersetzt diese strategischen Vorgaben in konkrete Ziele, die bis zum 31. Dezember 2011 gemeinsam erreicht werden sollen. Der Umsetzungsplan ist die zentrale "Straßenkarte" für den Aufbau der neuen IT-Steuerungsstrukturen des Bundes.

Konzentration auf das Wesentliche: die Kernhandlungsfelder

Das Konzept IT-Steuerung Bund modernisiert den gesamten IT-Einsatz des Bundes. Seine Umsetzung wird in den Ressorts und in den Bundesbehörden erfolgen. Ein Versuch, alle Maßnahmen zur Umsetzung zu sammeln, ist kaum sinnvoll. Der IT-Rat hat sich daher entschlossen, den Umsetzungsplan auf die folgenden sieben Kernhandlungsfelder zu konzentrieren:

1. IT-Beauftragte der Ressorts

In jedem Ressort ist eine Beauftragte oder ein Beauftragter für Informationstechnik benannt worden. Diese gewährleisten in ihrem jeweiligen Ressort die Übereinstimmung des IT-Einsatzes mit den übergeordneten Zielen der IT-Steuerung. Die IT-Beauftragten vertreten die IT ihres Ressorts entscheidungsbefugt nach Außen.
Der Umsetzungsplan legt fest, dass die Rahmenbedingungen in allen Ressorts geschaffen werden, damit die IT-Beauftragten ihre Aufgaben erfüllen können.

2. Bündelung der IT-Nachfrage

Durch eine gezielte und bedarfsgerechte Bündelung der IT-Nachfrage in den Bundesbehörden können bessere und wirtschaftlichere Lösungen realisiert werden. Der Umsetzungsplan sieht hier als ersten Schritt vor, einen gemeinsamen Anforderungskatalog für ressortübergreifende IT-Leistungen zu erstellen.

3. Konsolidierung des IT-Angebots

Die IT-Steuerung wird die Balance zwischen produktiver Konkurrenz und Bündelung der Kräfte neu justieren. Dazu werden die vorhandenen Informationen über die IT-Systeme der Bundesverwaltung systematisch aufbereitet und erweitert. Auf dieser Grundlage wird dann ein Kennzahlsystem zur Erfassung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der IT des Bundes definiert.
Ein wichtiges Element der Angebotskonsolidierung ist die Zusammenführung der zentralen Infrastrukturen im Projekt "Netze des Bundes".

4. IT-Dienstleistungszentren des Bundes

Leistungsstarke IT-Dienstleister in der Bundesverwaltung werden die IT-Angebote bereitstellen, wo immer es wirtschaftlich ist. Hierzu werden gemeinsame Mindestanforderungen erarbeitet. Besonders im Blick sind dabei die Beauftragungsprozesse und gemeinsame Leistungskataloge. Mustergeschäftsmodelle werden die Kostenverteilung sowohl in der Entwicklungs- als auch in der Betriebsphase regeln.

5. IT-Rahmenkonzept des Bundes

Das neu eingeführte IT-Rahmenkonzept des Bundes ist die wesentliche Planungsgrundlage für die ressortübergreifende Bündelung, Architektur und Standards. Es stellt die praktische Verbindung zwischen strategischen Zielen sowie fachlicher und finanzieller Planung im Haushalt dar. Bis Ende 2008 wird das erste IT-Rahmenkonzept des Bundes für 2010 erstellt. Es wird in jedem Jahr eine Fortschreibung und Aktualisierung geben.

6. Architektur und Standards für die IT der Bundesverwaltung

Ein aktives und übergreifendes Architekturmanagement stellt sicher, dass die politisch-strategischen Ziele der Bundesregierung effektiv durch die IT des Bundes unterstützt werden. Es ist die Voraussetzung für eine systematische Bewertung der Leistungsfähigkeit der IT-Systeme und ihre zielgerichtete Fortentwicklung.
Die Festlegung gemeinsamer Standards ist und bleibt wesentliche Voraussetzung für leistungsstarke und wirtschaftliche IT-Lösungen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Kommunikation mit Bürgerinnen/Bürgern, Unternehmen, Ländern/Kommunen oder sogar international erfolgt.

7. IT-Personalkonzeption und -management

Die IT des Bundes kann nur so leistungsfähig sein, wie die Menschen, die diese planen, betreiben und fortentwickeln. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Gewinnung und Fortbildung von IT-Fachpersonal in den Bundesbehörden ist deshalb eine der zentralen Aufgaben des Umsetzungsplans.
Die sieben Handlungsfelder sind nach einhelliger Auffassung des IT-Rats die wesentlichen Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung des IT-Steuerungskonzepts. Die Projekte und Maßnahmen des IT-Rats werden sich vorrangig – aber nicht nur – auf diese Gebiete konzentrieren.

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