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Dienstag, 13. Dezember 2011

Auswärtiges Amt integriert VoIP-Client in die SINA Virtual Workstation

Moderne Kommunikationslösungen erlauben es zunehmend auch ortsunabhängig zu arbeiten und eröffnen damit vielfältige Möglichkeiten. Gerade im Auswärtigen Amt ist Mobilität in einer globalisierten Welt ein wichtiges Thema. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen bereits mobile Lösungen ein, entweder um auf Dienstreisen bzw. Konferenzen von unterwegs auf Daten zuzugreifen oder um im Rahmen von Teleheimarbeit zu Hause zu arbeiten. Egal ob zu Hause oder auf Reisen, die große Herausforderung heißt in jedem Fall Informationssicherheit.

Aber die sichere Kommunikation umfasst nicht nur das geschriebene, sondern auch das gesprochene Wort. Um sichere Telefonie einfach und kostengünstig umzusetzen, hat das Auswärtige Amt im Rahmen des IT-Investitionsprogramms einen neuen Lösungsansatz gewählt, der andere bereits vorhandene Ansätze ergänzt: Die Integration eines Voice-over-IP (VoIP)-Clients in die SINA Virtual Workstation. Die SINA Virtual Workstation ist im Auswärtigen Amt bereits seit längerem zur Verschlüsselung der Datenkommunikation im Einsatz. Das System ist auf Notebooks installiert und erlaubt es dem Nutzenden, unter höchsten Sicherheitsanforderungen seine Daten stets sicher zu bearbeiten, zu übertragen und zu speichern.
Mit rund 475.000 Euro wurde dieses Projekt aus dem IT-Investitionsprogramm finanziert.

Mit dem neu integrierten VoIP-Client lassen sich jetzt auch sichere Telefonate über die geschützte Datenleitung führen. Mit Netzzugang von jedem Ort der Welt und damit auch vom Teleheimarbeitsplatz. Durch die vorhandene Zulassung der SINA Virtual Workstation durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik können sogar VS-Nur für den Dienstgebrauch eingestufte Telefonate geführt werden.

Die Benutzung des Telefons ist anwenderfreundlich gestaltet: die sogenannte Softphone-Anwendung wird in einer Arbeitssitzung der SINA Virtual Workstation eingerichtet, und per Mausklick kann über eine einfache Benutzeroberfläche aus dem lokalen oder zentralen LDAP Telefonbuch der Anruf gestartet werden. Alle sensiblen Telefondaten wie zum Beispiel VS-NfD-Telefonnummern, Anruflisten etc. kann der Anwendende gesichert in einem Kryptocontainer speichern.

Nach der erfolgreichen Umsetzung im Auswärtigen Amt enthält die SINA Virtual Workstation ab der Version 2.7.0 die Funktion "Sicherer VoIP-Client" serienmäßig. Das heißt, alle Anwender/innen können von der neuen Lösung profitieren, die Sprach- und Datenkommunikation in einem Gerät vereint. Durch dieses Projekt des Auswärtigen Amtes im Rahmen des IT-Konjunkturprogamms der Bundesregierung erhalten damit alle Anwender/innen der SINA Virtual Workstation, insbesondere aber die Nutzer/innen in der öffentlichen Verwaltung, ein höheres Maß an Informationsicherheit beim mobilen Arbeiten.

Die wesentlichen Funktionalitäten im Überblick

  • Separater Sessiontyp, dadurch geringe Ressourcenbelegung und kurze Startzeit.
  • Bedienung per GUI oder Tastatur.
  • Soundausgabe von Gastsystemen und VoIP Session gleichzeitig; Mikrofon exklusiv in der VoIP Session.
  • Signalisierung eingehender Anrufe mit Name/ Rufnummer in allen Arbeitssitzungen, also auch wenn man in Gastsystemen arbeitet.
  • Gewohnte Komfortfunktionen eines VoIP-Telefons (Anrufliste, Rückfrage, Weiterverbinden, ...) werden unterstützt.
  • Lokales Telefonbuch; zusätzliches Telefonbuch über LDAP möglich.

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