Navigation und Service

Inhalt

Barrierefreiheit – Rechtliche Grundlagen

Geltungsbereich

In der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV) nach dem Behindertengleichstellungsgesetzt (BGG) werden für die Bundesverwaltung die einzuhaltenden Voraussetzungen für Angebote im Internet festgeschrieben. Durch die Rechtsverordnung sollen behinderte Menschen die Informationen aller öffentlichen Internetauftritte und -angebote von Bundeseinrichtungen uneingeschränkt nutzen können.

Die BITV gilt für:

  1. Internetauftritte und -angebote,
  2. Intranetauftritte und -angebote, die öffentlich zugänglich sind, und
  3. mittels Informationstechnik realisierte graphische Programmoberflächen, die öffentlich zugänglich sind,

der Behörden der Bundesverwaltung. Für Internetangebote der Bundesländer gelten eigene Bestimmungen.

Aufbau der BITV

In den Anlagen der Verordnung werden die Standards definiert, nach denen die Angebote zu gestalten sind. Die Anlagen sind in zwei Prioritätsstufen unterteilt. Alle Angebote müssen die unter Priorität I aufgeführten Anforderungen und Bedingungen erfüllen. Zentrale Navigations- und Einstiegsangebote müssen zusätzlich die unter Priorität II aufgeführten Anforderungen und Bedingungen berücksichtigen. Eine tabellarische Übersicht mit Erläuterungen und Beispielen zu allen Anforderungen und Bedingungen der BITV wird bei der BIT bereitgestellt.

Internationales

Die Anlagen der Verordnung orientieren sich an den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG). Die WCAG werden vom World Wide Web Consortium (W3C), dem Gremium zur Standardisierung der Techniken des World Wide Web empfohlen.
Seit 2008 gelten neue internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines in der Version 2.0 (WCAG 2.0).
Eine von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat im November 2009 eine deutsche Übersetzung der Richtlinien vorgelegt. Das oberste Gremium zur Standardisierung von Webtechniken, das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Übersetzung autorisiert und offiziell unter www.w3.org/Translations/WCAG20-de veröffentlicht.

Ausblick

Auch die BITV wird derzeit überarbeitet. Eine neue Version (BITV 2.0) wird voraussichtlich im Jahr 2011 in Kraft treten. Die BITV 2.0 wird sich dabei an der WCAG 2.0 orientieren.

Seitenübersicht

Themen

Nachrichten

Mediathek

© Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik