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Projekte und Massnahmen

Stromverbrauch der Bundes-IT

In der ersten Umsetzungsphase 2009 bis 2013 konnte das Ziel, den durch IT verursachten Stromverbrauch um 40% zu senken, erfolgreich umgesetzt werden. In der Folge sollten die energiesparenden Maßnahmen darauf abzielen, den Stromverbrauch der Bundesverwaltung bei 390 MWh/a (=40% vom Startwert 650 MWh/a) einzupendeln, dies trotz der Herausforderungen, die durch eine zunehmende Digitalisierung z.B. im Rahmen der Umsetzung des eGovG zu erwarten sind.

In den beiden ersten Jahren des Neuauftrags (2014 und 2015) konnte der positive Trend fortgesetzt werden. Ende 2015 lag der Wert bei 379 MWh/a.

Aktuell begleitet die Green-IT-Initiative die IT-Konsolidierung Bund mit dem Ziel, dass es während konsolidierungsbedingten Parallelbetrieben nur zu unvermeidbaren temporären Mehrverbräuchen an Energie kommt. Zudem soll berücksichtigt werden, dass Betriebsübergänge so gewählt werden, dass möglichst wenige Gerätschaften vor Ablauf der Standzeit außer Betrieb genommen werden müssen.

Stetige Optimierung des Mess- und Berichtswesen

Wesentliche Grundlage des Arbeitsschwerpunktes "Stromverbrauch der Bundes-IT" der Green-IT-Initiative ist die Konzeption, jährliche Durchführung und stetige Optimierung des Messwesens. Die Etablierung dieses einheitlichen Mess- und Berichtswesens für die gesamte Bundesverwaltung stellte zu Beginn eine große Herausforderung dar. Hierfür wurde eine Handreichung zur Durchführung des Berichtswesens erarbeitet und am 5. Juni 2009 vom Rat der IT-Beauftragten verabschiedet. Auf deren Grundlage ermitteln die Bundesbehörden ihren jährlichen IT-Energieverbrauch - sowohl im Rechenzentrum als auch am Arbeitsplatz.

Darüber hinaus konnte durch die Anwendung der Handreichung eine Standardisierung und steigende Kontinuität der Messungen in den Rechenzentren erreicht werden. Aktuell wird bereits über die Hälfte der Energieverbräuche (55%) kontinuierlich gemessen - zu Beginn der Initiative lag dieser Wert noch bei circa 20%. Dies ermöglicht es den Rechenzentren, verlässliche und nachvollziehbare Energieverbräuche melden zu können.

Die Gesamtentwicklung des Stromverbrauchs der Bundes-IT sehen Sie in der nachfolgenden Grafik:

Leitfaden Green-IT

Ergänzend zur Handreichung wurde 2009 ein Leitfaden mit Best-Practice-Beispielen veröffentlicht. In diesem werden zahlreiche Maßnahmen zur Reduzierung des IT-Stromverbrauchs dargestellt, analysiert und bewertet. Zusätzlich werden organisatorische Maßnahmen beschrieben, die zwar nicht direkt den IT-Energieverbrauch senken, aber die Umsetzung von Green-IT in Organisationen begünstigen. Die Bewertung der Maßnahmen anhand der Dimensionen "Nutzen" und "Umsetzbarkeit" ergibt Richtwerte, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation einer Organisation variieren können. Weitere Informationen zu energiesparenden IT-Maßnahmen finden Sie im Menüpunkt "Fortbildung und Beratung".

Sicherstellung einer nachhaltigen IT-Beschaffung

Verstärkt sollen Kriterien zur Nutzungsdauer sowie zur Materialreduktion und Ressourcenschonung bei der Beschaffung von IKT für die Bundesverwaltung berücksichtigt werden. In 2014 wurde vom UBA eine Umfrage bei Vergabestellen von Bund, Ländern und Kommunen durchgeführt mit dem Ziel, einen Eindruck zu erhalten, wie diese mit dem Thema Green-IT "umgehen". Ergebnis war u.a., dass man sich darauf verlassen möchte, dass Geräte, die über Rahmenverträge oder speziell das KdB angeboten werden, "grün" sind. In der Folge kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem BeschA , KdB, UBA und BMUB mit dem Ziel Lösungen zu erörtern, wie man diesen Anforderungen gerecht werden kann. Inzwischen ist dieses Thema zum Kernelement der Arbeiten in Teilprojekt 5 der IT-Konsolidierung des Bundes geworden. Wesentliche Richtlinien werden in einer IT-Beschaffungsstrategie bis Ende 2018 ausgearbeitet. In diesem Rahmen wird der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen" vom Januar 2008 (siehe Bundesanzeiger 2008, Seite 198) eine besondere Bedeutung zukommen. Die Vorschrift regelt die Rahmenbedingungen von der Bedarfsanalyse energieeffizienter Systemlösungen, über die Berücksichtigung des Energieverbrauchs bei der Leistungsbeschreibung, bis zur umwelt- und energieeffizienzbezogenen Ausführung des Auftrags. Darüber hinaus wird im Rahmen der IT-Konsolidierung ein Soll-Konzept zur IT-Beschaffungsbündelung erstellt, dieses werden wir Ihnen nach Veröffentlichung hier zum Download bereitstellen.

Darüber hinaus hat der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung am 6. Dezember 2010 die Stärkung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung beschlossen und am 30. März 2015 neu aufgelegt. Dies soll durch anspruchsvolle Vorgaben für einzelne Produktbereiche und ergänzende Maßnahmen realisiert werden. Weitere Informationen zum Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der rechten Seite.

Stärkung der Energieeffizienz in der Bundesverwaltung

Rechenzentren bilden das Rückgrat der IT einer Organisation. Ihr Anteil beträgt etwa 50 Prozent am gesamten Stromverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Rechenzentren stellen einen der Hauptenergieverbraucher der IKT dar – mit steigender Tendenz.

Aus diesem Grund hat sich auch die Green-IT-Initiative des Bundes mit dieser Thematik befasst und Optimierungsvorschläge in den bereits genannten Leitfaden Green-IT hierzu eingefügt. Weitere Informationen zur Steigerung der Energieeffizienz in Rechenzentren finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB ), des Umweltbundesamtes (UBA ) und der Deutschen Energieagentur (dena ).

Basierend auf den beschlossenen Anforderungen, dass künftig bei allen größeren Neuinvestitionen der Energieverbrauch von IT-Lösungen über die geplante Betriebsdauer in die Beschaffungskriterien aufgenommen werden und bei der Bewertung der Energie- und Ressourceneffizienz in Rechenzentren grundsätzlich die Kriterien des "Blauen Engels" für einen energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb angewendet werden sollen, wurden bereits in Zusammenarbeit zwischen BaköV, BMUB, UBA und BA zwei Workshops abgehalten (Mai 2015, Juni 2016), in denen interessierten Behörden die Kriterien der Energieeffizienz eines RZ u.a. unter Anwendung des Blauen Engels nähergebracht wurden. Das BSH hat inzwischen als erste Behörde der Bundesverwaltung den Blauen Engel erworben und zeigt damit, dass die Bemühungen erste Früchte tragen.

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