Navigation und Service

Inhalt

Das ressortspezifische Haushaltsaufstellungsverfahren

Das "Ressortspezifische Haushaltsaufstellungsverfahren" unterstützt den gesamten Haushaltsaufstellungsprozess und die Vorbereitung der Haushaltsrechnung in einem Ressort. Dafür wurde das Haushaltsaufstellungsverfahren von NRW, Hessen und dem Saarland an die Gegebenheiten des Bundes adaptiert. Darüber hinaus wird das Haushaltsinformationssystem-Portal (HIS-Portal) aus NRW erweitert, um den titelverwaltenden Fachreferaten und Bundesoberbehörden des BMWi die Abgabe der Haushaltsvoranschläge über das Intranet zu ermöglichen.

Foto – Stift auf ListeBild vergrößern

Das "Ressortspezifische Haushaltsaufstellungsverfahren" (HAV) unterstützt den Prozess der Planung und der Verhandlung bis zur Verabschiedung des Haushalts im Ressort. Über eine Web-Eingabe (HIS-Portal) können autorisierte Stellen (Fachreferate, nachgeordnete Behörden u.a.) ihre Anmeldungen zum Haushalt (zunächst nur Sach-, später auch Personalhaushalt) auf ihre Titel in HAV einstellen und den Stand der weiteren Bearbeitung verfolgen. Die Steuerung, wer welche Titel in welcher Version einsehen darf, erfolgt in HAV.

Ergebnisse werden in normierter Form an BMF weitergegeben, d.h. die Ressortanforderung wird als so genannter Gelbdruck als PDF-Dokument aus HAV erzeugt.

Die in der HAV-Datenbank aufgenommenen Haushaltsdaten des BMWi werden außerdem per Schnittstelle an die für die Aufstellung des Gesamthaushaltes relevante Datenbank des BMF geschickt. Es folgt im BMWi ein manueller Abgleich der aufstellungsrelevanten Daten, die nicht elektronisch übertragen werden können. Danach wird die formelle Ressortanmeldung gegenüber BMF abgeschlossen.

Es können bis zu 900 Versionen der jeweiligen Pläne angelegt werden, so dass jeder Schritt des Planungs- und Verhandlungsprozesses im BMWi archiviert werden kann. Alternierende Pläne, z.B. die des Spiegelreferates im BMF und des Haushaltsreferates in einem Ressort sind zusammen in einer Verhandlungsversion darstellbar und ermöglichen ggf. eine "Online-Verhandlung", in der die beiden Parteien sowohl ihre eigenen Vorstellungen wie die der anderen Partei im Vergleich angezeigt bekommen. Spezialfunktionen unterstützen das Herausstellen der "Streitpunkte" sowie die Darstellung von Verhandlungsergebnissen.

Nach dem Entwurf werden die Beratungen Ressort-intern durch weitere Versionen unterstützt.

  • Lesungen im BT sowie Beratungen der BT-Ausschüsse
  • Vorbereitung von Ergänzungsvorlagen
  • Beratungen im BR

Sämtliche Elemente, die dem BMF zur Verfügung gestellt werden müssen, liefert das System auf Knopfdruck. Die Haushaltsdaten können zu jeder Zeit auf verschiedenen Medien (u.a. PDAs) flexibel zur Verfügung gestellt werden.

Ist das aufzustellende Haushaltsjahr vorbei, wird durch das derzeit manuelle Einspeisen der Istwerte und der Jahresreste aus dem HKR-Verfahren die Soll-Ist-Betrachtung mit Abweichungsbegründungen dargestellt und gedruckt oder als PDF bereit gestellt (hierbei handelt es sich um ein bestehendes Nebenprodukt der Anwendung, es stand nicht im Fokus des gewünschten Einsatzes).

Kosten und Nutzen

Den durch die Entwicklung und Einführung entstehenden Kosten stehen folgende Nutzenaspekte gegenüber:

  • Einheitliche Daten über den gesamten Aufstellungsprozess in allen beteiligten Dienststellen des Ressorts.
  • Einheitlicher elektronischer Workflow zwischen allen Beteiligten im Haushaltsaufstellungsprozess des Ressorts.
  • Vermeidung von Doppel- bzw. sogar Mehrfacherfassung und von Mehraufwänden durch heterogene Datenhaltung (Word, Excel. Datenbank und Papier).
  • Elektronische Integration von vielen Stellen und Personen (z.B. der Fachreferate und der nachgeordneten Behörden) im Aufstellungsprozess durch ein Web-Portal.
  • Elektronische Unterstützung der Verhandlung und sofortige Verfügbarkeit der Verhandlungsergebnisse. Das reduziert den Aufwand für die Abstimmung zwischen den Parteien und dient erheblich der Klarheit und der Vermeidung von Missverständnissen.
  • Ständig aktuelle Daten, die - kontrolliert - für die verschiedenen Interessensgruppen freigegeben werden können. Der technische Aufwand für Abstimmungen innerhalb der Ressorts mit den Fachreferaten oder den nachgelagerten Behörden wird erheblich reduziert.
  • Nachvollziehbarkeit des Aufstellungsverfahrens durch Vorhalten der wichtigsten Etappen als HAV-Versionen auch über Jahre hinweg (Aufbau eines Archivs).
  • Einfache und schnelle Verfügbarkeit von umfangreichen Auswertungen.
  • Einfache und schnelle Verfügbarkeit der HAV-Werte auch in anderen Verfahren durch Excel-Export.
  • Einfaches Erstellen von Ergebnissen in normierter Form (z.B. der Haushaltspläne wie auch des sog. GELBDRUCKS und weiterer Druckstücke in Arbeitsversionen) durch jeden Anwender.
  • Ergebnisse können sofort als PDF erzeugt werden und sind dadurch universell weiterzuleiten: auf jeden Drucker oder elektronisch per Mail, auf CD oder im Intranet/Internet.

Müssen Drucksachen in hoher Auflage durch Druckereien erstellt werden, so ist dies per PDF-Standard-Schnittstelle erheblich kostengünstiger möglich. In NRW konnten die nicht unerheblichen, anfänglichen Entwicklungskosten für das HAV-System innerhalb von zwei Jahren allein anhand der erheblich reduzierten Druckkosten wieder eingespart werden.

Zusatzinformationen

Seitenübersicht

Themen

Nachrichten

Mediathek

© 2017 Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik