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Standards in SAGA

Modernes E-Government erfordert Informationssysteme die reibungslos zusammenwirken. Durch einfache und klare Standards und Spezifikationen kann die Interoperabilität von Informations- und Kommunikationssystemen erreicht werden. SAGA identifiziert erforderliche Standards, Formate und Spezifikationen und legt dafür Konformitätsregeln fest.

Klassifikation von Standards in SAGA

In SAGA werden sowohl technische Standards für die IT-Architektur als auch für die Datensicherheit beschrieben. Eine Aufstellung dieser Standards finden Sie im Kapitel 8 von SAGA 4.0.

Die Standards in SAGA 4.0 werden drei Klassen zugeordnet:

  • Obligatorisch
  • Empfohlen
  • Unter Beobachtung

Standards stehen "Unter Beobachtung", wenn sie der gewünschten Entwicklungsrichtung folgen, finalisiert sind und die Mindestanforderungen an die Offenheit von Standards erfüllen. Gegebenenfalls haben sie sich aber noch nicht ausreichend in der Praxis bewährt oder erfüllen bislang nicht alle Ziele von SAGA.
Standards werden "Empfohlen", wenn sie sich in der Praxis bewährt haben, es aber einen noch besser geeigneten obligatorischen Standard gibt beziehungsweise sie nicht alle Ziele von SAGA erfüllen. Es müssen jedoch die Mindestanforderungen an die Offenheit von Standards erfüllt werden und Investitionssicherheit gegeben sein.
Standards sind "Obligatorisch", wenn sie sich in der Praxis bewährt haben und die bevorzugte Lösung darstellen. Sie sind am Markt etabliert und erfüllen alle Ziele von SAGA. Diese Standards sind vorrangig zu beachten und anzuwenden.
Die gewählten Abstufungen ermöglichen es einerseits die primär einzusetzenden Standards zu benennen ("Obligatorisch") und andererseits für bestimmte Anforderungen oder Einsatzszenarien Alternativen zuzulassen ("Empfohlen"). Außerdem werden bereits jene Standards aufgeführt, die das Potenzial haben, in Zukunft empfohlen zu werden oder obligatorisch zu sein ("Unter Beobachtung"). Bei E-Government-Projekten bildet diese Klassifizierung zusammen mit den Anforderungen der jeweiligen Anwendung eine geeignete Grundlage für die Auswahl der einzusetzenden Technologien.
Neben den in SAGA klassifizierten Standards geben drei weitere Listen einen Überblick über:

  • Vorschlagsliste : neue, noch zu beurteilende Standards
  • Bestandsschutzliste: Standards mit Bestandschutz
  • Negativliste: abgewiesene beziehungsweise veraltete Standards

Lebenszyklus eines Standards in SAGA

Die in SAGA klassifizierten Standards durchlaufen in ihrem Lebenszyklus verschiedene Stadien. Der Lebenszyklus eines Standards in SAGA besteht aus bis zu zehn Schritten. Als Ergebnis der (ggf. erneuten) Bewertung eines Standards können auch mehrere Schritte sofort nacheinander vollzogen werden.

Grafik zum Lebenszyklus eines SAGA-StandardsBild vergrößern Lebenszyklus eines Standards in SAGA

Neue Standards werden vom SAGA-Autoren-Team, von Experten oder von Anwendern zur Klassifizierung eingebracht. Ohne eine vertiefte Prüfung werden diese Standards zunächst in der Vorschlagsliste gesammelt. Vor der Erstellung einer neuen SAGA-Version findet eine gründliche Prüfung statt. Neben dem Verschieben in das SAGA-Dokument, in die Bestandsschutzliste oder in die Negativliste kann auch der Verbleib in der Vorschlagsliste ein Prüfergebnis sein. Solche Standards erfüllen die Anforderungen für eine Aufnahme in SAGA noch nicht, z. B. weil sie noch nicht finalisiert sind. Für die nächste SAGA-Version wird ihre Aufnahme erneut geprüft.
Standards, die nach erfolgter Prüfung keinen Eingang in SAGA erhalten, werden in der Negativliste als abgewiesene Standards geführt.
Standards der Vorschlagsliste, die nach eingehender Prüfung in neuen Projekten nicht eingesetzt werden sollten, jedoch in bestehenden Projekten noch genutzt werden könnten, werden in die Bestandsschutzliste verschoben.
Nach einer positiven Prüfung der entsprechenden Anforderungen werden Standards in SAGA mit der Klassifikation "Unter Beobachtung" aufgenommen. Werden die jeweiligen Anforderungen erfüllt, kann der Standard auch direkt einer der höheren Klassen "Empfohlen" oder "Obligatorisch" zugeordnet werden. Die Übergänge 4 und 5 beziehungsweise 4, 5 und 6 werden dann in einem Schritt durchlaufen.
Standards mit dem Status "Unter Beobachtung" werden nach einer erfolgreichen Prüfung der entsprechenden Anforderungen in SAGA als "Empfohlen" klassifiziert. Werden die Voraussetzungen dafür erfüllt, kann der Standard auch direkt der höheren Klasse "Obligatorisch" zugeordnet werden. Die Übergänge 5 und 6 werden dann in einem Schritt durchlaufen. Standards, die nach erfolgter Prüfung die Anforderungen für eine Höherklassifizierung in SAGA noch nicht erfüllen und nicht auf die Negativliste verschoben werden sollen, behalten die Klassifikation "Unter Beobachtung" bei.
Standards mit dem Status "Empfohlen" werden nach einer erfolgreichen Prüfung der entsprechenden Anforderungen in SAGA als "Obligatorisch" klassifiziert. Standards, die nach erfolgter Prüfung die Anforderungen für eine Höherklassifizierung in SAGA noch nicht erfüllen und nicht auf die Bestandsschutzliste verschoben werden sollen, behalten die Klassifikation "Empfohlen" bei.
Standards mit dem Status "Obligatorisch" werden nach einer Prüfung und der Einschätzung, dass die entsprechenden Anforderungen nicht mehr erfüllt werden, in SAGA als "Empfohlen" klassifiziert. Soll der Standard in neuen Projekten nicht mehr zum Einsatz kommen, kann er auch sofort in die Bestandsschutzliste verschoben werden. Die Übergänge 7 und 8 werden dann in einem Schritt durchlaufen. Standards, die nach erfolgter Prüfung die Anforderungen für die Klassifikation "Obligatorisch" weiterhin erfüllen, behalten ihren Status bei.
Wenn Standards mit dem Status "Empfohlen" nach eingehender Prüfung in neuen Projekten nicht mehr eingesetzt werden sollten, werden sie auf die Bestandsschutzliste verschoben.
Standards mit dem Status "Unter Beobachtung", die keine Aussicht mehr haben, jemals eine höhere Klassifikation zu erhalten, werden direkt in die Negativliste verschoben.

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