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23.02.2010

Green-IT-Tag 2010

Anfang
13.04.2010
Ende
13.04.2010

Am 13. April 2010 fand in Berlin der erste Green-IT-Tag der Bundesverwaltung statt, der vom Bundesministerium des Innern und der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung organisiert wurde. Insgesamt 160 Vertreter der Bundes- und Landesverwaltung und der Green-IT-Allianz informierten sich über den aktuellen Stand der Green-IT-Initiative des Bundes und nutzen den Tag für einen umfangreichen Erfahrungsaustausch. Drei Projekte aus der Bundesverwaltung wurden jeweils zum "Leuchtturmprojekt Green-IT 2010" gekürt.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, hob in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung von Green-IT als wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Steigerung der Verwaltungseffizienz hervor. "Wir möchten mit leuchtendem Beispiel vorangehen", betonte Rogall-Grothe die Vorbildrolle der Bundesverwaltung. Seit dem Beschluss des Rates der IT-Beauftragten Ende 2008, bis zum Jahr 2013 den IKT-Energieverbrauch um 40 % zu reduzieren, ist die Green-IT-Initiative des Bundes durch eine große Dynamik gekennzeichnet. Im letzten Jahr konnte der IKT-Stromverbrauch der Bundesverwaltung bezogen auf den Basiswert um 14,2 % reduziert werden. Durch das IT-Investitionsprogramm sind in den nächsten Jahren weitere Einspareffekte zu erwarten. Rogall-Grothe forderte alle Bundesbehörden auf, weiterhin "mit Hochdruck an der Erreichung des Energieeinsparziels zu arbeiten".

Besonderen Dank sprach Rogall-Grothe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus, die im letzten Jahr den Energieverbrauch am Arbeitsplatz und im Rechenzentrum für alle Bundesbehörden erhoben haben.

Im Anschluss an ihre Rede zeichnete Rogall-Grothe drei Bundesbehörden mit dem "Leuchtturmprojekt Green-IT 2010" aus. Es wurden herausragende Projekte der Bundesverwaltung prämiert, die andere Bundesbehörden zur Nachahmung animieren sollen. Ausgezeichnet wurden die Bundesagentur für Arbeit für die Entwicklung einer umfassenden Green-IT-Strategie, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für das Projekt "Energieeffizientes Notebook-Büro" sowie das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Netzwerk Green-IT Berlin-Brandenburg und der TU Berlin für die Entwicklung eines Benchmarking-Instruments für Rechenzentren.


Klaus Vitt (Bundesagentur für Arbeit - BA) stellt die die hauseigene Green-IT-Strategie kurz vorLightbox_BildVergroessern Klaus Vitt (Bundesagentur für Arbeit - BA) stellt die die hauseigene Green-IT-Strategie kurz vor

Danach folgte der erste Schwerpunktvortrag der IT-Beauftragten des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), Dr. Martina Stahl-Hoepner. Gleich zum Anfang ihrer Rede unterstrich Stahl-Hoepner, dass "Green-IT in der Bundesverwaltung weit mehr als ein Marketing-Schlagwort ist". Stahl-Hoepner berichtete über den Status der Umsetzung von Green-IT im Geschäftsbereich der Bundesfinanzverwaltung und stellte die Herausforderungen heraus, mit der sich die Bundesfinanzverwaltung im letzten Jahr bei den Erhebungen des IKT-Energieverbrauchs konfrontiert sah. Das Ziel von 40 % soll insbesondere durch Konsolidierung und Virtualisierung, Standardisierung und Harmonisierung, sowie einer konsequenten Ausrichtung auf Energieeffizienz aller Neuinvestitionen erreicht werden.

Den zweiten Schwerpunktvortrag hielt der IT-Beauftragte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Georg Bröhl. Er verdeutlichte, dass Green-IT neben enormen Energieeffizienzpotentialen auch die Chance zur Erschließung von neuen Märkten bietet und damit eine wirtschaftspolitische Komponente beinhaltet. Die Green-IT-Initiative des Bundes setzt dabei ein positives Signal an die Wirtschaft.
Mit Blick auf die Bundesverwaltung verwies Bröhl darauf, dass "Green-IT eine Bewusstseinsänderung auf allen Ebenen erfordert, welche sich über viele Bereiche wie einer umweltverträglichen Produktion, über den "grünen" Einkauf bis hin zum einzelnen Benutzer am Arbeitsplatz erstreckt".

Im weiteren Verlauf des Green-IT-Tages fanden sechs parallel stattfindende Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Diese deckten ein breites Spektrum an Handlungsfeldern zur Umsetzung von Green-IT ab und reichten von der Frage, wie Green-IT im Rechenzentrum und am Arbeitsplatz umgesetzt werden kann, über die wirksame Sensibilisierung von Mitarbeitern bis zur Entwicklung einer Green-IT-Strategie sowie der "grünen" Beschaffung.

Abgerundet wurde der Green-IT-Tag von einer Podiumsdiskussion, die sich dem Thema der weiteren strategischen Ausrichtung der Green-IT-Initiative widmete. Es diskutierten Peter Batt (Stellvertretender IT-Direktor im BMI), Rudolf Herlitze (IT-Beauftragter des Bundesministerium für Umwelt), Klaus Vitt (Geschäftsführer IT-Steuerung der Bundesagentur für Arbeit) und Bernd Weismann (Referatsleiter im BMWi). Im Ergebnis war man sich einig, dass die laufende Green-IT-Initiative des Bundes ein Erfolg darstellt. Der beschrittene Weg mit der Setzung von konkreten Zielen bei gleichzeitiger Transparenz erwies sich als richtig. Zukünftig gilt es, den Green-IT-Gedanken auf den gesamten Lebenszyklus und den Aspekt "grün durch IT" zu erweitern.

Auf diesen Seiten finden Sie das Programmheft, die Reden und die Präsentationen der Workshops zum Herunterladen.