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Donnerstag, 7. April 2011

"Schule trifft BMI": Gespräche über Cybersicherheit

Es ist bereits gute Tradition geworden: Die Veranstaltungsreihe "Schule trifft BMI". Am 6. April kamen rund 50 Schülerinnen und Schüler des Berliner John-Lennon-Gymnasiums sowie des Askanischen Gymnasiums zu Besuch ins Bundesinnenministerium, um mit der Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekreträrin Cornelia Rogall-Grothe, über das Thema Cybersicherheit zu diskutieren.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand aus aktuellem Anlass die Gefahr des Cybermobbings.
Die Gesprächsrunde lebte von den vielen Wortbeiträgen und Fragen der Schülerinnen und Schüler. Kein Wunder, dass das Interesse so groß war - schließlich hielten sich alle Anwesenden nach eigenem Bekunden täglich im Internet auf, sei es zu privaten oder schulischen Zwecken. Auch im Unterricht selber würden Computer und Internet zum Einsatz kommen. In beiden Schulen hätte man sich bereits intensiv mit dem Thema Cybermobbing auseinandergesetzt. Der Fall eines Berliner Schülers, der seine
Freundin vor den Beleidigungen auf einer "Internet-Mobbing-Plattform" schützen wollte und krankenhausreif geschlagen wurde, hat die Jugendlichen nachhaltig beschäftigt. "Das Schlimme am Cybermobbing ist, dass der Absender anonym bleiben kann und die Informationen im Internet weite Kreise ziehen können", beschrieb die Staatssekretärin das Phänomen. Die Schwelle zwischen Täter und Opfer sei zudem gering. Im Netz sei auch die Hemmschwelle niedriger, andere Personen zu mobben.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass Aufklärung und Sensibilisierung für dieses Thema dringend geboten ist.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich bei Fachexperten aus dem BMI auch über die Mindestspeicherfrist von Internet- und Telefondaten zur Kriminalitätsbekämpfung zu informieren.
Thema war zudem die Schaffung von sicheren Identitäten im Netz. In diesem Zusammenhang wurden die Funktionsweisen und Vorteile des neuen Personalausweises sowie der De-Mail erläutert. Mit Blick auf die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung sagte Ministerialrat Andreas Reisen, im BMI zuständig für die Einführung des neuen Personalausweises: "Wir können und wollen das nicht kontrollieren, aber wir müssen damit umgehen können". Dazu gehöre auch, Mißbrauch und Straftaten im
Internet zu minimieren. Der neue Personalausweis sei hier der richtige Schritt in die richtige Richtung. Hierbei handele es sich um eine vollkommen neue Technologie, die sich in den kommenden Jahren erfolgreich etablieren wird - ähnlich wie bei der Mobiltelefonie.
Bei so viel offen gezeigter Diskussionsfreude unter den internetaffinen Jugendlichen lies es sich die Staatssekretärin nicht nehmen, auf staatliche Angebote zur Bürgerbeteiligung hinzuweisen und zur Beteiligung aufzurufen. "Machen Sie mit, äußern Sie Ihre Meinung", warb Rogall-Grothe für eine breite Diskussionskultur und stärkere Teilhabe der Bürger.

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