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Mittwoch, 12. Februar 2014

Thüringen

Modernisierung des Sprach- und Datennetzes im Freistaat Thüringen (Projekt „EiCoNeD“ – Einkauf Corporate Network und Dienste)

Der Freistaat Thüringen hat sich auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und unter der Maßgabe einer umfassenden Modernisierung dafür entschieden, seine Sprach- und Datendienste für die Landesverwaltung zu zentralisieren. Hierzu wurde in 2009 ein Ausschreibungsprojekt zur Modernisierung des Sprach- und Datennetzes mit einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren gestartet. Seit Sommer 2013 wird in zwei Projekten unter Federführung des Thüringer Finanzministeriums das Landesdatennetz für über 320 Dienststellen erneuert (Projektname CNNG) und die Umstellung aller Dienststellen auf eine zentrale IP-TK-Telefonanlage (Projektname CNNG-Voice) vorbereitet. Für das Projekt CNNG  gilt es den Provider T-Systems International GmbH, das TLRZ als Landesdienstleister und die Dienststellen als "Kunden" zu koordinieren und Leistungen unter dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit aus dem gültigen Rahmenvertrag abzurufen. Schwerpunkt der Umstellung ist die vollständige technische Erneuerung der Übertragungstechnik der Dienststellen, u.a. im Hinblick auf Verschlüsselungssysteme. Im Januar 2014 beginnt für das TLRZ die Betriebsphase für das neue Netz. Bis zum Sommer 2014 soll die Umstellung auf das neue Netz abgeschlossen sein.Mit dem neuen Landesdatennetz kann in Zukunft auf die Anforderungen der Dienststellen hinsichtlich Bandbreitenbedarf flexibel reagiert werden. 

Im Projekt CNNG-Voice gilt es ebenfalls, den Landesdienstleister (TLRZ), den Auftragnehmerund dessen Unterauftragnehmer sowie die Dienststellen zu koordinieren. Ziel ist es, bis Mitte 2017 ca. 18.000 Ports auf eine zentrale IP-TK-Vermittlung umzustellen. Das Projekt CNNG-Voice ist als Zentralisierungsprojekt angelegt und mithin sehr anspruchsvoll.  Nach Abnahme der Konzepte wird nunmehr seit Dezember 2013 die zentrale IP-basierende TK-Anlage an zwei georedundanten Standorten aufgebaut. Auf diese sollen alle Dienststellen des Freistaats (Ausnahme Polizei) bis 2017 aufgeschaltet werden. Die veraltete dezentrale Telefontechnik wird deinstalliert. 

Thüringer Antragssystem für Verwaltungsleistungen (ThAVEL)

ThAVEL ist die Kommunikations- und Transaktionsplattform für Bürgerinnen, Bürger und die moderne Verwaltung. Durch die Möglichkeit der direkten Anbindung von elektronischen Fachsystemen, ist diese Plattform der zukunftsweisende Bürgerservice. ThAVELorientiert sich stark am Nutzer. Es ist kein Fachverfahren für eine bestimmte Antragstellung, sondern grundsätzlich für jede Verwaltungsleistung. 

Mit ThAVEL können alle behördlichen Antragsverfahren des Bürgers und der Wirtschaft elektronisch über das Internet abgebildet werden. Die Integration von ThAVEL in den Internetauftritt der Verwaltung ist sehr einfach. Antrags- und Genehmigungsverfahren werden im System Online elektronisch abgebildet. THAVEL ist die Kommunikations- und Transaktionsplattform für viele Verwaltungsleistungen, die aus jedem beliebigen System, aus jeder Anwendung aufgerufen und integriert werden kann. Es wird ein Baukasten zur Verfügung gestellt, mit dem leicht die Angebote zu Online-Diensten der Verwaltung effektiv und individuell gestalten werden können. 

ThAVEL dient zur konsequenten Umsetzung der medienbruchfreien Online-Kommunikation und –Transaktion zwischen Verwaltung, Bürger und Wirtschaft. Die Antragstellung sowie die Bearbeitung wird beschleunigt die Verwaltungsabläufe effizienter und transparenter gestaltet. 

Das System zeichnet sich durch eine intuitive Benutzerführung und die Möglichkeit der mobilen Nutzung über Smartphones und Tablett-PC’s aus. Es trägt maßgeblich zur Akzeptanz eines Verfahrens beim Bürger bei und ist geprägt durch einen hoher Bekanntheitsgrad und Wiedererkennungswert. Es setzt auf ein einheitliches Layout und einen einheitlichen Workflow für alle Antrags- und Genehmigungsverfahren. ThAVEL trägt zur Transparenz des Verwaltungshandels bei, indem durch Statusmeldungen die Nutzer zu jeder Zeit über den Verfahrensstand informiert werden. Dadurch wird erreicht, dass der Bürger die notwendigen Informationen und den elektronischen Verwaltungszugang auf der Verwaltungswebseite findet. 

Der zugrundeliegende Ansatz der Bedienung ist bei ThAVEL interaktiv mittels so genannter Apps. Der Aufbau der Oberfläche ist ähnlich dem eines Smartphones, mit dem Gedanken eine intuitiveren Benutzung und höhere Usability für den Nutzer zu ermöglichen. 

Zuständigkeitsfinder Thüringen

Der Online-Service für Bürger und Unternehmen gibt Auskünfte über Verwaltungsdienstleistungen aus den Bereichen Arbeit und Beruf, Bauen, Familie und Partnerschaft, Gewerbe und Wirtschaft, Verkehr und Mobilität, Wohnen und vielen weiteren Lebenslagen. Der Service liefert wesentliche Informationen wie z.B. die Beschreibung der Verwaltungsdienstleistungen, zuständige Stellen, benötigte Unterlagen, anfallende Gebühren, Fristen, Links zu weiterführenden Informationen, Rechtsgrundlagen usw. Die Kontaktdaten der jeweils zuständigen Stelle werden nach Eingabe des Wohnortes bzw. Ortsteils angezeigt. Darüber hinaus sind ausfüllbare und ausdruckbare Formulare hinterlegt, die zur Antragstellung benötigt werden. Ein Link führt bei allen EG-DLR-relevanten Verwaltungsdienstleistungen zur elektronischen Antragstellung in das Thüringer Antragssystem für Verwaltungsdienstleistungen ThAVEL. Das Angebot für Bürger und Unternehmen im Zuständigkeitsfinder wird ständig erweitert. Der Online-Dienst ist über das Serviceportal Thüringen (www.portal.thueringen.de), Webseiten von Landes- und Kommunaleinrichtungen und den Behördenfinder Deutschland (www.behoerdenfinder.de) erreichbar.

Thüringer Formularservice

Mit dem Zentralen Thüringer Formularservice stellt der Freistaat auf dem Serviceportal Thüringen (www.portal.thueringen.de) eine Plattform zum Abruf von Formularen geordnet nach Themengebieten auf der Basis von Gesetzen und Verordnungen zur Verfügung. Neben Anträgen umfasst das Angebot Formblätter, Hinweise, Bescheinigungen, Erklärungen und Ausfüllvorschriften. Die Formulare sind einheitlich, verständlich und rechtssicher. Das Formularangebot wird von einem Fachverlag in Zusammenarbeit mit Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden gepflegt und kontinuierlich erweitert. In den vergangenen Jahren wurde der Service sowohl für Bürger und Unternehmen als auch für die Bediensteten in den Kommunal- und Landesverwaltungen erheblich ausgebaut.

Die Formulare des Thüringer Formularservice dienen als Grundlage zur Verknüpfung mit den Verwaltungsdienstleistungen des Zuständigkeitsfinders und sind Basis zur Umsetzung der Anforderungen aus der EG-Dienstleistungsrichtlinie mit dem Thüringer Antragssystem für Verwaltungsleistungen ThAVEL.

Thüringer Vergabeplattform – E-Vergabe

Die elektronische Vergabeplattform des Freistaats Thüringen steht seit dem 1. Februar 2011 als Serviceanwendung innerhalb des Thüringer Serviceportals den Unternehmerinnen und Unter­nehmern kostenfrei zur Verfügung. Die Vergabeplattform ist ein Kooperationsverbund des Bundes sowie der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Die Vergabeplattform wird durch das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern betrieben. Aufgrund der länderübergreifenden Zusammenarbeit können Synergien im Betrieb der Soft- und Hardware erschlossen werden. Somit kann die Vergabeplattform kostengünstig betrieben werden. Im Kooperationsverbund sind derzeit rund 500 Vergabestellen und rund 27.000 Bieter zusammengeschlossen. Die E-Vergabe wird in Thüringen inzwischen von insgesamt 46 Thüringer Vergabestellen, davon 15 kommunalen Vergabestellen eingesetzt. Dabei erfolgt die Bekanntmachung der Ausschreibungen innerhalb der Ministerien durch zentral verantwortliche Beschaffungsstellen. 

Im Jahr 2013 wurden auf der Thüringer Landesvergabeplattform 1.228 Ausschreibungen mit einem Auftragsvolumen von mehr als 260 Millionen Euro im Internet veröffentlicht. Allein 924 Ausschreibungen mit einem Wert von 246 Millionen Euro betrafen den Bereich des Hoch- und Straßenbaus des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr. Damit konnte die Gesamtanzahl der Thüringer Ausschreibungen bereits im dritten Jahr in Folge gesteigert (2012: 875 Ausschreibungen) und im Vergleich zum Jahr der Einführung 2011 mehr als verdoppelt werden (2011: 495 Ausschreibungen). 

Entsprechend dem Thüringer Vergabegesetz ist die gesamte Landesverwaltung verpflichtet, alle Ausschreibungen auf der Thüringer Landesvergabeplattform elektronisch bekannt zu machen. Kommunale Auftraggeber können auf freiwilliger Basis ihre Ausschreibungen ebenfalls auf der Vergabeplattform bekannt machen. Durch die zentrale Vergabeplattform des Freistaats Thüringen können Auftraggeber an einem zentralen und elektronisch zugänglichen Portal einen Überblick über alle Aufträge der Landesverwaltung erhalten. Die Nutzung der Vergabeplattform ist "rund um die Uhr" an 365 Tagen möglich. Die Daten sowie die Vergabeunterlagen stehen in elektronischer Form jederzeit zur Verfügung. Die Nutzung der Vergabeplattform ist für die Unternehmen kostenfrei möglich. Ebenso erfolgt die elektronische Bereitstellung der Vergabeunterlagen an die Unternehmen kostenfrei. 

Die E-Vergabe hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem zentralen Angebot innerhalb des Serviceportals Thüringen entwickelt, mit dem die Landesverwaltung den Unternehmen einen transparenten und kompakten Überblick über alle öffentlichen Aufträge des Freistaates zur Verfügung stellt.

Bereits über 80 Prozent der Unternehmen, die sich für die elektronisch veröffentlichten Ausschreibungen interessieren, nutzten den Downloaddienst für Vergabeunterlagen, um sich online am Vergabeverfahren zu beteiligen. „Dieses neue Internetangebot erweist sich als absolut gut und richtig. Es ist ein Service, der unverzüglich bei den Unternehmern des Landes angekommen ist und angenommen wird“, sagt Finanzminister Wolfgang Voß. „Diese Plattform schafft Transparenz im öffentlichen Auftragswesen und bietet kompakten zeitsparenden Service für die Nutzer.“ 

Unter www.portal.thueringen.de sind Ausschreibungen der Thüringer Landesverwaltung, der Bundesverwaltung in Thüringen und teilnehmender Thüringer Kommunen einsehbar. Die Registrierung und der download von Vergabeunterlagen erfolgt für Unternehmen kostenfrei. Die Thüringer Vergabeplattform wird von den Vertreter der Handels- und Handwerkskammern ebenfalls ausdrücklich begrüßt. 

Das Erhebungsportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 

Mit einer Anmeldung alle Daten übermitteln

Nach § 11a Bundesstatistikgesetz sind alle Unternehmen und etriebe sowie Stellen, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen, gesetzlich verpflichtet, ihre Statistik-Meldungen auf elektronischem Weg an die amtliche Statistik zu übermitteln. 

Online-Meldeverfahren stehen inzwischen für nahezu alle Erhebungen der amtlichen Statistik zur Verfügung. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen unter https://erhebungsportal.eStatistik.de ein Erhebungsportal zur Verfügung, das die vorhandenen Dienste zur Erhebung bündelt und den Meldern die Übermittlung der Daten an die amtliche Statistik vereinfacht. Das Angebot richtet sich sowohl an Melder, die über IDEV und CORE melden, als auch an Softwarehersteller, die das Meldeverfahren durch Integration von CORE in die Unternehmens- und Verwaltungs-Software unterstützen wollen. 

IDEV steht für "Internet Datenerhebung im Verbund" und ermöglicht eine formularbasierte Übermittlung von Daten. 

CORE steht für "Common Online Rawdata Entry" und unterstützt die automatisierte Gewinnung der statistischen Rohdaten von Unternehmen und Behörden. 

Geodateninfrastruktur Thüringen – vernetzte Geodatenanwendungen

Die Bereitstellung und Nutzung von Geodaten der Landes- und Kommunalverwaltung des Freistaats Thüringen ist über vernetzte Anwendungen, die für unterschiedliche fachliche Anforderungen entworfen wurden, in der Geodateninfrastruktur Thüringen möglich. Technisches Kernstück ist die zentrale Geodatenhaltungs- und –bereitstellungskomponente Geoproxy, die im Rahmen des landesweiten E-Governmentprojektes im Jahr 2008 in Betrieb genommen wurde. Inzwischen werden monatlich ca. 3 Mio. erfolgreiche Requests durch die Geodatendienste verarbeitet – Tendenz steigend. Die GDI-Th ist Bestandteil der nationalen Geodateninfrastruktur GDI-DE und Baustein der europäischen Geodateninfrastruktur INSPIRE.

Als zentraler Einstiegspunkt in die GDI-Th dient das Geoportal-Th, das im letzten Jahr überarbeitet wurde und neben dem Metadateninformationssystem GeoMIS.Th vielfältige Informationen rund um Geodaten und deren Anwendung bereithält.

Der Viewer des Geoproxy mit Grund- und Zusatzfunktionen zur Nutzung aller Geobasis- und Geofachdaten in der GDI-Th  - der Geoclient - präsentiert die Welt der amtlichen Geoinformationen.

Das Bodenrichtwertinformationssystem Thüringen - BORIS-TH - ermöglicht es Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung, rund um die Uhr unkompliziert Zugang zu Bodenrichtwertinformationen zu erhalten und einen Online-Bestellservice für Bodenrichtwertauskünfte zu nutzen.

Für die Erstellung amtlicher Auszüge aus dem Liegenschaftskataster wird ebenfalls die Technologie des Geoproxy genutzt. Jedoch sind aufgrund des Personenbezugs bei der Online-Auskunft aus dem Liegenschaftskataster durch berechtigte Stellen erhöhte Sicherheitsforderungen zu erfüllen. Die Anwendung ONLIKA 2.0 wird in einer Offline-Präsentation vorgestellt.

Webplattform thueringen.de

Die Webplattform thueringen.de ist das offizielle Informationsportal des Freistaats Thüringen. Die Plattform umfasst die hoheitlichen staatlichen Internetauftritte aller Ministerien, nachgeordneter Behörden und Institutionen im Freistaat Thüringen. Die staatliche Öffentlichkeitsarbeit (inkl. Online-Kommunikation) hat die verfassungsbegründete Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger über Vorhaben und konkretes Handeln der Regierung bzw. von Verwaltungen zu informieren. Die Informationsinhalte auf thueringen.de werden durch Online-Redakteure der einzelnen Ministerien bereitgestellt und durch die Thüringer Staatskanzlei koordiniert.  

In diesem Sinne ist die Webplattform thueringen.de mehr als ein reines Verwaltungsportal oder ein öffentliches Intranet der Verwaltung. Ziel der Seite ist es, ein digitales Pendant zum gesamten Freistaat Thüringen abzubilden. Sie ist Thüringens „digitale Visitenkarte“. Nutzererwartungen beziehen sich unter anderem auf Informationen zu bestimmten Verwaltungsverfahren, touristische und historische Sachverhalte oder auch spezielle Informationen über das Bundesland und seine Einwohner. Über ein „Serviceportal“ mit thematischen Schlagworten wird die Suche nach bestimmten Themen oder Zuständigkeiten erleichtert. 

Um dem veränderten Nutzerverhalten im Internet Rechnung zu tragen, die Platzierung in Suchmaschinen zu erhöhen, aber auch um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit für direkte Anfragen zu geben, wurde in jüngster Zeit verstärkt auf die Integration Sozialer Netzwerke gesetzt. Über den Kurznachrichtendienst Twitter können relevante Nachrichten und Informationen der Landesregierung in Echtzeit publiziert werden. Über den landeseigenen YouTube-Channel „Freistaat Thüringen“ können interessierte Bürgerinnen und Bürger Kurzfilme zum Bundesland und verschiedenen Institutionen abrufen. Die Facebook-Fanpage „Freistaat Thüringen“ bietet vielseitige Möglichkeiten bildhafter Online-Kommunikation und eine vereinfachte Dialogmöglichkeit zwischen Bürger und Verwaltung.

In diesem Sinne bietet die Einheit von Webplattform und sozialen Netzwerken mit nutzerfreundlichen Formaten eine bürgernahe Kommunikation, die traditionelle Formen der Öffentlichkeitsarbeit ergänzt und unterstützt. 

Digitales Magazin des Freistaats Thüringen

Die Thüringischen Staatsarchive übernehmen archivwürdige Unterlagen der Landesbehörden und Gerichte des Freistaats Thüringen sowie nachgeordneter Bundesbehörden in ihren Zuständigkeitsbereichen und verwahren die Unterlagen ihrer Funktionsvorgänger bis zurück in das 10. Jahrhundert. Als Gedächtnis des Freistaates ermöglichen sie nicht nur die retrospektive Transparenz des Verwaltungshandelns; es ist darüber hinaus ihre Aufgabe, historisches Erinnern zu ermöglichen. 

Neben analogen Unterlagen (z.B. Papierakten, Karten  Fotografien, Filme) werden seit den 1990er Jahren zunehmend auch genuin digitale Daten (sog. „born digitals“) an die Staatsarchive abgegeben. Diese digitalen Aufzeichnungsmedien stellen die Verwaltungen und Archive vor neue Herausforderungen. Digitale Informationen sind flüchtig, benötigen technische Hilfsmittel für ihre Interpretation und unterliegen einer doppelten Obsoleszenz: Sowohl Datenträger als auch Datenformate veralten durch technischen Fortschritt und werden langfristig nicht mehr les- bzw. interpretierbar. Um sie dauerhaft verfügbar zu halten, bedarf es einer ganzheitlichen Langzeit­erhaltungsstrategie und einer besonderen IT‑Infrastruktur in Form eines Digitalen Magazins. 

Im Pilotprojekt ‚Digitales Magazin des Freistaats Thüringen‘ des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar im Geschäftsbereich des TMBWK soll die digitale Archivierung aufgebaut und eine branchenspezifische Softwarelösung eingeführt werden, mit deren Unterstützung elektronische Unterlagen der Behörden (z. B. E-Akten, Daten aus Fachverfahren, Geodaten, Netzressourcen) revisionssicher archiviert werden können. Wichtige Projektpartner sind TFM, TIM, TLRZ, TLfDI sowie der Lehrstuhl für Mediensicherheit der Bauhaus Universität Weimar. Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens konnte für die Systemsoftware der Hersteller H&T Greenline GmbH gewonnen werden. 

Informationen zum Projekt unter: http://www.thueringen.de/th2/staatsarchive/fachinformationen/digital/projekt/ 

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