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Mittwoch, 12. Februar 2014

Rheinland-Pfalz

Erprobungsräume - ein Modell der partnerschaftlichen und sachorientierten Zusammenarbeit

Politik und Verwaltung stehen heute vor der Herausforderung, in zentralen Politikfeldern wie Bildung, Arbeit, Gesundheit, Verkehr, Energie auf der Grundlage der neuen Möglichkeiten elektronischer Vernetzung neue effizientere Lösungen zu erarbeiten, welche die Effizienz- und Gestaltungspotenziale der Informations- und Kommunikationstechnologien optimal nutzen. Technische, organisatorische und rechtliche Aspekte von lösungsorientierten Projekten für eine moderne Verwaltung müssen vor ihrer Inbetriebnahme ausreichend getestet werden. Das ist Ziel und Zweck des Modells „Erprobungsraum“. Zu den besonderen Aufgaben des Erprobungsraums gehört die systematische Ausweitung ressort- und organisationsübergreifender Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung ebenso wie eine bessere Integration von Erkenntnissen und Erfahrungen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Das Exponat zeigt am Beispiel von ausgewählten Projekten im Erprobungsraum der Metropolregion Rhein-Neckar, welche Themen getestet werden können. Zu diesen Projekten gehört das Projekt Autokrane und das Projekt P23R (Prozessdatenbeschleuniger). Beide Projekte befassen sich mit Genehmigungsverfahren im grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum.

Den an diesen Zielen ausgerichteten Erprobungsräumen kommt zukünftig eine zentrale Bedeutung bei der Umsetzung und Fortschreibung der nationalen E-Government Strategie zu.

Projekt 115-App

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche gewinnt das mobile Internet immer stärker an Bedeutung. Aktuelle Studien zeigen, dass dieser Trend auch für die Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen durch die öffentliche Verwaltung immer wichtiger wird (mobile Government). Um Bürgern und Unternehmen den Zugang zur Verwaltung weiter zu erleichtern, sollen zukünftig Auskünfte auch via mobile Applikationen (sog. Apps) ermöglicht werden.

Auf Initiative des IT-Planungsrates wird unter der Federführung des Landes Rheinland-Pfalz ein entsprechendes Projekt durchgeführt, mit dem Ziel neue Kommunikationskanäle für die 115 zu schaffen und das bisherige Serviceangebot auszubauen. Am Projekt beteiligen sich neben Rheinland-Pfalz das Bundesministerium des Innern, die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Stadt Köln und die Metropolregion Rhein-Neckar.

In dem Projekt wurde inzwischen die Grobkonzeption der 115-App fertiggestellt. Bis Ende 2014 soll nun eine Lösung konzipiert werden, die den Nutzern einen bürgernahen, zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu Informationen der 115 ermöglicht.

Im Kern dieser Lösung steht eine leistungsstarke technische Komponente (115-App-Modul), welche in bestehende Verwaltungs-Apps integriert, aber auch als eigenständige App den Nutzern angeboten werden kann. Die Funktionalitäten, die den Nutzern durch das 115-App-Modul bereitgestellt werden, wurden anhand aktueller Studien und Marktbetrachtungen identifiziert und entsprechend konzipiert. Es sollen eine mobile Recherche- und Auskunftsfunktion zu 115-Leistungen sowie eine jederzeit mögliche elektronische Kontaktaufnahme zur 115 über mobile Endgeräte realisiert werden.

Die Realisierung und Bereitstellung des 115-App-Moduls ist insbesondere auf Datenschnittstellen für die Übertragung von Informationen sowie auf eine hohe Qualität und Einheitlichkeit der für die Auskunft zugrundeliegenden Datenbasis angewiesen. Diese Voraussetzungen stellen technisch als auch organisatorisch nicht zu unterschätzende Herausforderungen da, so dass die im Grobkonzept skizzierte Lösung nur mittelfristig umfassend realisierbar ist.

Auch wenn sich die Entwicklung noch am Anfang befindet, kann während der CeBIT bereits ein erstes Messemuster, das die zukünftigen Funktionalitäten aufzeigt, präsentiert werden. So kann der Nutzer der zukünftigen 115-App nicht nur den bewährten telefonischen Kanal nutzen und die 115 anwählen, sondern die von ihm gesuchte Behördendienstleistung auch selbst recherchieren oder eine schriftliche Frage senden. Auf die schriftlichen Fragen bekommt der Nutzer innerhalb von 24 Stunden während der 115- Servicezeiten - Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr - eine Rückmeldung, je nach Wunsch per E-Mail, Fax oder Rückruf.

Welche Vorteile hat die 115?

Die 115 spart Zeit, ist unkompliziert und zuverlässig:
Die aufwändige Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfällt. Die meisten Fragen können sofort beantwortet werden. Unnötige Behördengänge können somit vermieden werden.
Zudem muss sich der Nutzer um nichts mehr kümmern, wenn er seine gesuchte Leistung nicht findet, seine Frage über die Beschreibungen der Verwaltungsleistungen hinausgehen oder keine direkte telefonische Auskunft gegeben werden kann: Eine Rückmeldung auf seine telefonischen und schriftlichen Fragen ist garantiert durch das Serviceversprechen der 115.

Die 115 ist der erste Bürgerservice mit einem einheitlichen Serviceversprechen.

Die beteiligten Kommunen, Länder und Bundesbehörden haben sich auf folgende Standards geeinigt:

  • Die 115 ist von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr erreichbar.
  • 75 Prozent der 115-Anrufe werden innerhalb von 30 Sekunden durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter angenommen.
  • 65 Prozent der 115-Anrufe werden beim ersten Kontakt beantwortet.
  • Wenn eine Anfrage weitergeleitet wird, erhält der Anrufer innerhalb von 24 Stunden während der Servicezeiten eine Rückmeldung, je nach Wunsch per E-Mail, Fax oder Rückruf.

Die häufigsten Bürgeranfragen werden sofort beantwortet. Zum Beispiel:

  • Ich ziehe von Mainz nach Hamburg um, wo kann ich mich dort anmelden?
  • Ich habe ein neues Auto gekauft, wann hat die Zulassungsstelle geöffnet?
  • Wo bekomme ich einen neuen Personalausweis?
  • Wie kann ich BAföG beantragen?
  • Wie erhalte ich Elterngeld?

Die 115 ist Ihre erste Anlaufstelle für Verwaltungsfragen aller Art. Egal, ob für Ihr Anliegen die Kommune, das Bundesland oder der Bund zuständig ist, die 115 ist Ihr kurzer Draht zum Amt.

IT-Sicherheit und Cloud-Services in Rheinland-Pfalz

Für die Sicherheit der zentralen IT-Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz ist als zentraler IT-Dienstleister der LDI verantwortlich.

Dabei kommt der Sicherstellung der Anforderungen des Datenschutzes und der Datensicherheit eine besondere Bedeutung zu, da durch immer stärkere Vernetzung und dadurch steigende Abhängigkeit der Verwaltungsprozesse von IT-Systemen ein wachsender Bedarf an zentralen Sicherheitslösungen besteht.

Das Sicherheitskonzept des LDI verfolgt von der Gebäudeinfrastruktur bis hin zur Absicherung sämtlicher Geschäftsprozesse einen ganzheitlichen Ansatz. Es bildet die Grundlage für den sicheren und nachhaltigen Betrieb von IT-Verbünden und Netzinfrastrukturen. Ergänzend wirken organisatorische Regelungen und gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bezüglich sinnvoller und aktueller Sicherheitsanforderungen auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Die IT-Sicherheits-Strategie des LDI folgt grundsätzlich den Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Diese werden an die Sicherheitsbedürfnisse des LDI und die seiner Kunden angepasst.

Der LDI hat in diesem Kontext eine Private Cloud-Infrastruktur für die Landesverwaltung entwickelt; dabei wurden die Belange des LfDI in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit voll berücksichtigt. Es ist dem LDI damit gelungen, Rechenzentrumsleistungen mit modernster Technik zur Verfügung zu stellen, mit der gleichzeitig höchste Anforderungen an Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität bedient werden. Bestätigt wird dies durch die erfolgreiche Zertifizierung des Betriebs dieser Cloud-Umgebung nach ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz. Das Zertifikat basiert auf der entsprechenden Zertifizierung des Betriebs des rlp-Netzes.

Mit der Umsetzung dieser Infrastruktur konnte zugleich eine deutliche Kosteneinsparung durch die Reduzierung von Serversystemen, die Reduktion des Stromverbrauches und den Einsatz neuer Software-Lizenzierungsmodelle erzielt werden.

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