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12.02.2014

Hessen

eLISA - Emissionsmessberichte effektiv / eGovernment – LänderInformationsSystem Anlagen

Mit dem IT-Verfahren zur Emissionsmessberichterstattung – eLISA - ist es gelungen, die IT-technischen Werkbänke der Wirtschaft mit denen der Verwaltung zu verbinden.

Ausgehend von dem bereits in der Industrie erprobten Kollaborationsansatz wurde unter der Federführung Hessens gemeinsam mit starken und engagierten Kooperationspartnern aus Industrie und Wirtschaft, Messinstituten, Behörden in Rheinland-Pfalz, Hessen und des Bundes das Verfahren zur Emissionsmessberichtserstattung prozessanalytisch untersucht. Die in Industrie und Verwaltung ablaufenden Prozesse einschließlich der Übergänge und Schnittstellen wurden hierbei ganzheitlich betrachtet und optimiert. Durch dieses gemeinsame Zusammenwirken aller Verfahrensbeteiligten ist mit eLISA ein IT-Verfahren entstanden, das die Abwicklung des komplexen Prozesses der Emissionsmessberichterstattung durch eine IT-seitige Prozesssteuerung auf Grundlage einfach überprüfbarer Regeln effizient und zielgerichtet ermöglicht.

Durch den Einsatz von eLISA werden Verwaltungsaufwand und Bürokratiekosten sowohl in den Unternehmen als auch in den Behörden deutlich und nachhaltig verringert. Der Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung vollzieht sich entsprechend der Methode des Prozessdatenbeschleunigers (P23R) zukunftsfähig, medienbruchfrei und ressourcenschonend. eLISA leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung und zum Bürokratieabbau.

Im September 2013 wurde eLISA in die „E-Government-Landkarte des IT-Planungsrates“ der Nationalen E-Government-Strategie (NEGS) zur Unterstützung und Weiterentwicklung der elektronischen Verwaltung aufgenommen. eLISA ist seit  Ende 2013 in Hessen produktiv eingeführt - perspektivisch ist der bundesweite Einsatz des Verfahrens in allen 16 Bundesländern möglich.

XFall – ein universeller Interoperabilitätsstandard für Antragsdaten

Im Rahmen der Einrichtung der Einheitlichen Ansprechpartner wurde schnell deutlich, dass unterschiedliche technische Systeme in der Lage sein müssen, miteinander zu kommunizieren. Dafür müssen die Daten einzelner Anträge oder jedes einzelnen Falles (daher der Name „XFall“) von einem (Frontend-) System in ein anderes (Backend-) System transportiert werden können.

Ausgehend  von der heterogenen Systemlandschaft der Einheitlichen Ansprechpartner in der Bundesrepublik wurde schnell deutlich, dass nur eine bundesländerübergreifende Zusammenarbeit eine akzeptable Lösung erarbeiten kann. Hessen hat sich daher mit anderen Bundesländern (u. a. Niedersachsen, Sachsen und Thüringen) zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um einen Interoperabilitätsstandard zu schaffen. Inzwischen entwickeln sich die Portale der Einheitlichen Ansprechpartner hin zu allgemeinen Antragsmanagementplattformen. Ein Interoperabilitätsstandard wird daher immer wichtiger.

Zunächst ging es nur um die Frage, wie Falldaten zwischen Systemen ausgetauscht werden können. Dabei wurde deutlich, dass eine eindeutige Bezeichnung der Datenfelder in den Formularen eine große Erleichterung darstellen würde. Da es aber eine Vielzahl von Formularen bzw. Fachdaten und damit Datenfeldern gibt, reichte es nicht aus, nur ein Formular zu erstellen. Daher entschied man sich für das „Lego-Prinzip“ und entwickelte einen standardisierten „Formularbaukasten“, aus dem alle möglichen Formulare nach einem einheitlichen Standard aufgebaut werden können: Das macht die Implementierung dieses Standards einfach.

Bei der Entwicklung von XFall wurde großen Wert auf Flexibilität und Interoperabilität gelegt. So können alle gängigen Transportmechanismen, seien es Webservices oder auch OSCI, die Schnittstelle nutzen.

Damit hat Hessen eine Möglichkeit geschaffen, durchgängige elektronische Antragsprozesse Realität werden zu lassen.