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Mittwoch, 12. Februar 2014

Berlin

goBerlin

Berlins Bürger und Bürgerinnen sollen künftig Online-Services von Behörden und Wirtschaft ebenso leicht finden wie nutzen können. Ein auf Cloud-Technologien basierender Dienste-Marktplatz schafft die Voraussetzungen, um eGovernment und Unternehmensdienstleistungen kombinieren und anbieten zu können.

Das Projekt „goBerlin“ wird im Rahmen eines Technologieförderprogramms mit dem Thema „Sichere Internet-Dienste - Sicheres Cloud Computing für Mittelstand und öffentlichen Sektor (Trusted Cloud)“ aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Ein Konsortium bestehend aus dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin), dem Fraunhofer-Institut FOKUS, der HSH Soft- und Hardware Vertriebs GmbH sowie der Atos IT Solutions and Services GmbH entwickelt gemeinsam mit den assoziierten Partnern Immobilien Scout GmbH und der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlins eine Cloud-Plattform für öffentliche Leistungen und ergänzende gewerbliche Angebote.

Im ITDZ Berlin wird hierfür eine vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur genutzt, die die datenschutzrechtlichen Anforderungen sicherstellt. Auf Basis dieser Infrastruktur wird eine technologische Marktplatz-Plattform eingerichtet, die es Behörden und Unternehmen ermöglicht, sichere und vertrauenswürdige IT-Dienste bereitzustellen und zu verknüpfen.

Der entstehende Dienste-Marktplatz bietet Raum für neue Kooperationsformen zwischen Verwaltung und Unternehmen und bildet die Grundlage für neue Online-Services für Bürgerinnen und Bürger. Die auf dem Marktplatz verfügbaren IT-Dienste von Behörden und Unternehmen können von Anwendungsentwicklern zu innovativen Applikationen (Apps) für bestimmte Lebenslagen verknüpft werden. Dazu werden auf der „goBerlin“-Plattform Basiskomponenten und Werkzeuge bereitgestellt, die Anwendungsentwickler dabei unterstützen, die Interoperabilität zwischen verschiedenen Diensten zu gewährleisten oder die Nutzerdaten sicher zu verwalten.

Die neu entwickelten Applikationen werden Bürgerinnen und Bürgern über ein Lebenslagen-Portal angeboten.

Auf der Cebit 2014 wird eine Vorversion der Portalanwendung gezeigt.

E-Government-Landkarte

Die „E-Government-Landkarte“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des IT-Planungsrats und des Landes Berlin. Sie wurde in enger Zusammenarbeit des Bundes mit den Ländern und Kommunen durch das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) entwickelt. Die Webanwendung bündelt Informationen über E-Government-Projekte in Bund, Ländern und Kommunen und zeichnet ein transparentes Portrait des E-Governments in Deutschland. Ziel der Landkarte ist der Austausch über Projekte und Vorgehensweisen sowohl mit den Bürgerinnen und Bürgern, als auch zwischen den entsprechenden Stakeholdern der Verwaltung.

Das Projekt unterstützt die Nationale E-Government-Strategie (NEGS) und wird unter wwww.e-government-landkarte.de bereitgestellt. Die erste Version startete im September 2013. Seitdem erfährt die E-Government-Landkarte große Resonanz und die Anzahl der eingetragenen Projekte wächst kontinuierlich. Anregungen fließen in die weitere Entwicklung der Plattform ein. Insbesondere gilt es die Kollaboration der Projektteilnehmer zu stärken und die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen zum Thema E-Government noch zielgerichteter darzustellen.

Die interaktive Deutschlandkarte zeigt mit vielen Good-Practice-Projekten die bundesweite Vielfalt der E-Government-Vorhaben. Die Projektträger können ihre Vorhaben auf der Landkarte selbst eintragen. Jedes Projekt wird mit seinen strategischen und operativen Zielen sowie mit Angaben zu Nachhaltigkeit, Meilensteinen, Kosten und aktuellem Projektstatus anhand des Zielkatalogs der Nationalen E-Government-Strategie vorgestellt. Dadurch fördert die Webanwendung eine föderale und fachübergreifende Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen den Projekten. Mehrfachentwicklungen können vermieden werden.

Open Data Initiative Berlin

Eine Forderung der Zivilgesellschaft ist die Öffnung und Bereitstellung von Datenbeständen der öffentlichen Hand (Open Data). Die öffentliche Verwaltung erhebt, entweder auf gesetzlicher Grundlage (amtliche Statistik, Umwelt) oder zu Planungs- und Prognosezwecken (Stadtentwicklung, Verkehrsplanung), eine Vielzahl von Daten. Da die Tätigkeit der öffentlichen Hand aus Steuermitteln finanziert wird, ist auch diese Erhebung und Erfassung bereits durch die Steuerzahler bezahlt.

Zum anderen stellt die Freigabe von Daten eine vertrauensbildende Maßnahme des Staates gegenüber seinen Bürgern dar. Es ist ein Schritt von der öffentlichen Verwaltung zur offenen, serviceorientierten Verwaltung, ein Beitrag zur Stärkung unseres demokratischen Gemeinwesens. In einigen Bereichen stellt die Informationsbereitstellung und Beteiligung bereits heute eine Pflicht dar (Bauplanung).

Misstrauen wird abgebaut und Einsicht über die Informationsfreiheit hinaus erleichtert.

Zum Dritten wohnt den Daten ein wirtschaftliches Potenzial inne. Dies hat die Europäische Kommission bereits 2003 mit ihrer Richtlinie zur Bereitstellung und Verwertung von Informationen des öffentlichen Sektors (PSI-Richtlinie) beschrieben. Mit der Freigabe entstehen also neue Geschäftsfelder. Stärkstes Beispiel sind die GPS-Daten der Navigationssatelliten, deren Verarbeitung bis heute eine Milliardenindustrie entstehen ließ. Aber auch Wetterdaten, Verkehrsdaten, Umweltdaten, etc. haben diese Werthaltigkeit. In mobilen Applikationen und Web-Services werden sie für Nutzer handhabbar.

Mit der Open-Data-Initiative baut Berlin seit 2011 die technische und rechtliche Grundlage, damit Datenbestände des Landes (z. B. aus Landesbetrieben, aus der Forschung und aus Unternehmen) der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können. Nach innen stehen diese Daten ebenso zur offenen Sichtung und Nutzung zur Verfügung. Ging 2011 mit daten.berlin.de das erste Datenportal einer deutschen Stadt in den Pilotbetrieb, so wurde es 2013 in den Regelbetrieb überführt. Somit können wir auf mehr als zwei Jahre Aufbau und Betrieb, Nutzung und Ausbau zurückblicken.
Die Berliner Datenbestände werden ständig erweitert – so sind gerade die GeoDaten freigegeben worden – und sie sind auch im Deutschlandportal Govdata sichtbar.

Am Stand werden Beispiele zur Datenbereitstellung im Open Data Portal Berlin und darauf aufbauende Anwendungen (Apps) vorgestellt und Fragen der Mitarbeiterqualifikation im Kontext Open Government Data diskutiert.

Geoportal Berlin

Das Geoportal ist die zentrale Anlaufstelle für Geodaten und Geodienste des Landes Berlin. Es stellt bereits seit vielen Jahren sowohl den Berliner Verwaltungen als auch allen Bürgerinnen und Bürgern und der interessierten Fachöffentlichkeit Geodaten zu einer Vielzahl von Themen über das Internet zur Verfügung.

Die Nutzer haben über das Geoportal einerseits die Möglichkeit sich alle Berliner Geodaten direkt in der Web-Anwendung anzusehen, Metainformationen abzurufen, Inhalte zu selektieren oder zu kombinieren und Auswertungen z.B. in Sachinformationen vorzunehmen.

Andererseits können Nutzer die Geodaten auch über standardisierte Web-Dienste in ihre eigenen Anwendungen (z.B. GIS oder CAD-Programme, aber auch Webanwendungen oder Apps) integrieren. Dafür stehen zum Betrachten von Geodaten Kartendienste (WMS) und zum gezieltem Interpretieren und Herunterladen von Inhalten Downloaddienste (WFS, Atom) bereit. Informationen zu den Daten und Diensten können Nutzer über den Katalogdienst (CSW) abrufen. Die bereit gestellten Dienste und Metadaten entsprechen dabei sowohl nationalen (GDI-DE) als auch internationalen Anforderungen und Normen (INSPIRE, ISO).

Entsprechend der Berliner Open Data Politik können viele Geodaten und Dienste frei und als Grundlage für neue Produkte und Anwendungen genutzt werden.

Am Stand wird das Geoportal präsentiert. Besucher können sich durch das Angebot von Geodaten, Karten und Geodiensten klicken und sich z.B. zur Verwendung und zur Funktionalität der Berliner Geodienste oder zur freien Verfügbarkeit von Berliner Geodaten informieren.

Service-Portal Berlin

Als Bestandteil des offiziellen Hauptstadtportals www.berlin.de finden Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen seit Anfang 2013 unter service.berlin.de sämtliche Dienstleistungen und Angebote der Berliner Verwaltung auf einen Blick bzw. Klick.

Die Services und themenbezogenen relevante Publikationen, Pressemitteilungen und weiterführenden Informationen bzw. Links sind mittels einer zentralen Suchfunktion abrufbar. Eine kartenbasierte Darstellung ermöglicht die Navigation zu allen Angeboten der rund 300 Standorte bzw. zuständigen Stellen.

Die am häufigsten nachgefragten Dienstleistungen, im Land Berlin verfügbare Online-Services (derzeit rund 50) sowie das Angebot des Einheitlichen Ansprechpartners (EA) sind direkt über die Startseite erreichbar. Durch die Verknüpfung von Dienstleistungen und Standorten ist eine direkte, anliegenbezogene Online-Buchung von Terminen in Berliner Behörden möglich.

Für Kommentare und Anregungen steht den Nutzern des Portals eine integrierte Feedbackfunktion zur Verfügung.

Die wesentlichen Inhalte des Portals basieren auf einer nach den Prinzipien des bundesweiten Leistungskatalogs (LeiKa) aufgebauten Datenbank, in welcher derzeit rd. 500 Dienstleistungen der Berliner Verwaltung nach einem einheitlichen Schema beschrieben und mit den jeweiligen zuständigen Stellen verknüpft sind. Damit werden die Portalinhalte auf allen Vertriebskanälen nutzbar und bilden auch die Auskunftsgrundlage für den Telefonservice 115.

Das derzeit monatlich rd. 680.000 Zugriffe verzeichnende Service-Portal wird in 2014 um einen optional nutzbaren, personalisierten Zugang erweitert. Ein „Service-Konto Berlin“ als integrierter Bestandteil des Service-Portals wird es dann ermöglichen, digitale Identitäten, Profildaten, persönliche Daten und ggf. Dokumente der Verwaltungskunden zu verwalten. Gleichzeitig wird so der einheitliche Zugang zu den „Online-Angeboten“ der Berliner Verwaltung und deren transparente elektronische Inanspruchnahme bzw. Abwicklung durch die Verwaltungskunden eröffnet.

Am Stand wird der Funktionsumfang des Service-Portals Berlin live gezeigt.

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