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EfA-Dienst Zahlungsverkehrsplattform ("ePayment")

Das Leistungsangebot des Einer-für-Alle-Dienstes (EfA-Dienstes) Zahlungsverkehrsplattform (ZVP) umfasst derzeit im Wesentlichen die Übernahme von Sollstellungen aus den verschiedenen internetbasierten Fachanwendungen, E-Shops und Vorgangsbearbeitungssystemen mittels Web Services, deren Validierung und die Weiterleitung zur Zahlungsüberwachung (ZÜV ) bis hin zur anschließenden haushaltsmäßigen Buchung im System des Haushaltskassenrechnungswesen (HKR). Dabei kann es sich um Warenpreise oder auch um Gebühren für Dienstleistungen handeln.

Funktionalitäten im Überblick

Die Zahlungsverkehrsplattform unterstützt folgende Zahlungsverfahren:

  • Lastschrifteinzugsverfahren
  • Überweisung
  • Kreditkarte

Ablauf des Verfahrens

Der EfA-Dienst dient ausschließlich zur einnahmeseitigen Abwicklung von internetbasierten Transaktionen. Ausgaben werden auf den bisher üblichen Verfahrenswegen durchgeführt. Die im ePayment-Dienst eingehenden Annahmeanordnungen werden automatisiert an das Zahlungsüberwachungsverfahren (ZÜV) weitergeleitet. Dort werden sie als Sollstellungen in üblicher Weise dargestellt.

Nach Abschluss eines Haushaltsjahres werden ausgeglichene Kassenzeichen in die Historie überführt und stehen nicht mehr aktiv zur Verfügung. Im Falle von Zahlpartnerkonten oder einer Fälligkeit am Ende eines Jahres bleibt die Sollstellung auch im folgenden Haushaltsjahr bestehen. Micropayments, also das Sammeln von Sollstellungen bis zu einer gewissen Höhe, sind nicht vorgesehen, da die Bundeshaushaltsordnung (BHO) einen sofortigen Einzug der Geldbeträge vorschreibt.

Die Geschäftsprozesse, von denen der Zahlungsvorgang nur ein Baustein ist, müssen aus den Fachanwendungen heraus entwickelt werden. Entsprechend dieser Prozesse ist die Zahlungsverkehrsplattform in das Fachverfahren zu integrieren. Die Projektgruppe ePayment betreibt ein Kompetenzzentrum, das Beratungen rund um das Thema elektronischer Zahlungsverkehr anbietet. Dazu werden unter anderem Erfahrungen von den bisherigen Projekten gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Schnittstellen

Die Zahlungsverkehrsplattform ist mit Hilfe zentraler Web Services realisiert. Dies sind bisher im Einzelnen:

  • Kundendatenpflege
  • Banksuche
  • Überweisungsverfahren
  • Lasteinzugsverfahren
  • Kreditkartenverfahren
  • Paypage
  • Report

Die Projektgruppe stellt Referenzimplementierungen u. a. in Java zur Verfügung, mit der der EfA-Dienst in eine lokale Fachanwendung oder E-Shop integriert werden kann. Die Implementierung beinhaltet alle erforderlichen SOAP-Schnittstellen inklusive der Serialisierer und Deserialisierer. Zur Realisierung wurden ausschließlich Open-Source-Bibliotheken verwendet. Eine Integration in kommerzielle Shop-Systeme, wie Intershop Infinity, sollte möglich sein.

erstellt
10.11.2008
bearbeitet
16.12.2008

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