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Montag, 10. Oktober 2011

Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB)

Der IVBB ist die Kommunikationsinfrastruktur für die zuverlässige und sichere Sprach- und Datenkommunikation zwischen den obersten Bundesbehörden und Verfassungsorganen in Berlin und Bonn.

Der Staat entwickelt sich weiter. Regierungshandeln ist ohne elektronische Informationsnetze und Dienstleistungen – "E-Government" – nicht mehr denkbar. Die Bundesverwaltung ist für diese Entwicklung sehr gut gerüstet.

Als Infrastruktur hierfür sowie für die interne Kommunikation der Bundesbehörden steht der Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) für elektronische Informations-, Kommunikations- und Transaktionsdienstleistungen zur Verfügung. Er wurde um den Informationsverbund der Bundesverwaltung (IVBV) ergänzt, an den die Bundesbehörden in der Fläche angeschlossen sind.

Anlass für die Errichtung des Informationsverbundes Berlin-Bonn war der Umzug des Deutschen Bundestages sowie der Bundesregierung nach Berlin. Ziel war es, die arbeitsteiligen Regierungsfunktionen zwischen Berlin und Bonn mittels moderner und sicherer Informations- und Kommunikationstechnologie zu unterstützen. Dies ist nach wie vor aktuell: Ein großer Teil der Bediensteten der Bundesregierung ist weiterhin in Bonn tätig. Insbesondere für Bundesbehörden mit Dienstsitzen an mehreren Standorten ist der Informationsverbund von vitaler Bedeutung. Gleichzeitig entwickelt sich der Verbund zu einer tragenden Säule für die Verwaltungsmodernisierung.

Nutzer des IVBB sind Bundestag, Bundesrat, Bundeskanzleramt und Bundesministerien, Bundesrechnungshof sowie Sicherheitsbehörden in Berlin, Bonn und an weiteren Standorten.

Durch den separaten und von öffentlichen Netzen getrennten Aufbau des IVBB, konnte ein Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit erreicht werden, das bis heute richtungweisend ist. Die Entwicklung der Sicherheitslage nach dem 11. September 2001 und die Entwicklung des Internets, mit seinen vielfältigen Bedrohungen (Viren, Spam, Cyberwar) bestätigen die Richtigkeit dieser Architektur.

Hintergrund, Geschichte

Das Bundeskabinett entschied im März 1996, Ausbau und Betrieb des dauerhaften, breitbandigen IVBB aus dem bis dahin betriebenen BBN (Bonner Behörden Netz) gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG weiterzuentwickeln.

Das Realisierungskonzept für den IVBB wurde im Juni 1997 vorgelegt und mit den obersten Bundesbehörden abgestimmt. Parallel dazu erarbeitete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das IT-Sicherheitskonzept. Am 5. Januar 1998 unterzeichneten BMI und DeTeSystem Deutsche Telekom Systemlösungen GmbH (jetzt T-Systems International GmbH - T-Systems) den IVBB-Vertrag. Der Wirkbetrieb des IVBB begann rechtzeitig vor dem Umzug im Januar 1999.

Bei Inbetriebnahme des breitbandigen IVBB-Netzes wurden die Dienste aus dem BBN (z. B. Telefonie und E-Mail) überführt und bildeten zusammen mit neuen Diensten (z. B. Videokonferenzen) die "Startdienste". Die IP-Service-Plattform hat sich zu einem äußerst wichtigen Baustein des gesamten IVBB entwickelt: Die Bedeutung des gemeinsamen Intranet und des Internetzugangs nimmt ständig zu. Aber auch die Bedrohungen aus dem Internet entwickeln sich ständig weiter (Viren, Trojaner, Hacker, Spam), so dass ein permanenter Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Firewalls, Filter, Kryptierung) erfolgt.

Projektbeteiligte

Das Bundesministerium des Innern leitete die Planung und Realisierung des IVBB und koordiniert dessen laufenden Betrieb und die Weiterentwicklung.

Die Abstimmungen mit den IVBB-Nutzern erfolgen im IT-Rat, der diese Aufgabe an die Projektgruppe "Netze des Bundes" übertragen hat. Die Wünsche der Nutzer bezüglich Betrieb und Diensteangebot fließen über die PG NdB ein (Nachfragesteuerung).

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist in das Projekt eingebunden und stellt die laufende Fortschreibung des IT-Sicherheitskonzepts sicher. Außerdem hat das BSI verschiedene Aufgaben in der Betriebsüberwachung und der Weiterentwicklung übernommen.

BMI und BSI nehmen gemeinsam die vielfältigen Aufgaben der Auftraggeberseite im täglichen Projektgeschäft wahr. Hierzu gehört neben der laufenden Qualitätssicherung die Realisierung weiterer elektronischer Dienstleistungen.

Die T-Systems als Vertragspartner des BMI und andere beteiligte Stellen der Deutschen Telekom AG realisieren und betreiben den IVBB. Darüber hinaus gibt es weitere Beteiligte, z. B. Unternehmen oder Behörden, die in zahlreichen Teilprojekten Dienste und Anwendungen konzipieren, erproben oder betreiben.

Weiterentwicklung

In Folge einer sich stetig verschärfenden IT-Sicherheitslage sowie der zunehmenden Bedeutung der „vorhandenen Netzinfrastrukturen IVBB und IVBV und in Folge notwendiger technischer Erneuerungen werden die Regierungsnetze derzeit im Projekt "Netze des Bundes" neu konzipiert.

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