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WiBe – Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

Wirtschaftlichkeit ist auch in der öffentlichen Verwaltung ein Handlungsgrundsatz. Gemäß § 7 BHO (Bundeshaushaltsordnung) und den hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften sind für alle finanzwirksamen Maßnahmen in der Bundesverwaltung, insbesondere beim Einsatz der IT (Informationstechnik), angemessene Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen (WiBe), vorgeschrieben.

Zur Umsetzung der BHO und den dazu erlassenen Vorschriften auf die speziellen Erfordernisse der Informationstechnik wurde bereits 1992 eine Handlungsanweisung erarbeitet. Dieses Fachkonzept trägt den Titel "Empfehlung zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen in der Bundesverwaltung, insbesondere beim Einsatz der IT" und ist für die ganze Bundesverwaltung verbindlich.

Mit dem Fachkonzept "Empfehlung zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen in der Bundesverwaltung, insbesondere beim Einsatz der IT" wird den IT-Maßnahmen-Verantwortlichen eine methodische und inhaltliche Unterstüzung gegeben, mit der sich begründete und nachvollziehbare Aussagen über die Wirtschaftlichkeit von IT-Maßnahmen fertigen lassen. Ferner wird mit einem flächendeckenden Einsatz der WiBe eine methodisch einheitliche Vorgehensweise und damit Vergleichbarkeit erreicht.

Bei der Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen ist die nach den Erfordernissen des Einzelfalls einfachste und wirtschaftlichste Methode anzuwenden. Auch für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gilt der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit. Nach der Interpretation des Fachkonzepts darf der Aufwand zur Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nicht höher (größer) sein als 5% des Aufwands der Maßnahme selbst. Selbst bei kleineren Investitionsmaßnahmen sind Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen nach der Kapitalwertmethode durchzuführen. Es ist hier für jeden Einzelfall zu prüfen, welche Ausprägung diese haben sollen (beispielsweise Kostenvergleichsberechnungen oder Angebotsvergleiche).

Zur IT-gestützten Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im Zusammenhang mit Investitionen in der öffentlichen Verwaltung ist eine Software entwickelt worden. Diese wurde weiter optimiert und trägt nun den Namen "WiBe Kalkulator".

Bereits 1992 stand für Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im IT-Bereich ein unterstützendes Softwaretool bereit, um den mit einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung entstehenden Aufwand zu erleichtern. Über mehrere Entwicklungsstufen wird seit Mitte 2006 die plattformunabhängige Software kostenlos angeboten.

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