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WiBe Fachkonzept IT

Die öffentliche Verwaltung erledigt ihre Aufgaben in zunehmendem Maße unter der Zuhilfenahme von Informationstechnik. Gleichzeitig unterliegt die öffentliche Verwaltung den Handlungsgrundsätzen der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit.

Daher ist es notwendig, begründete und nachvollziehbare Aussagen über die Wirtschaftlichkeit im Zusammenhang mit Investitionen der öffentlichen Verwaltung zu erstellen. Der § 7 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und die hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften schreiben vor, dass für alle finanzwirksamen Maßnahmen in der Bundesverwaltung angemessene Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchgeführt werden müssen.

Den Verantwortlichen für IT-Maßnahmen wird mit dem Fachkonzept "Konzept zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen in der Bundesverwaltung, insbesondere beim Einsatz der IT" (WiBe Fachkonzept IT) eine methodische und inhaltliche Unterstützung zur Verfügung gestellt. Mit dem WiBe Fachkonzept IT lassen sich begründete und nachvollziehbare Aussagen bezüglich der Wirtschaftlichkeit von IT-Maßnahmen erstellen. Darüber hinaus stellt das WiBe Fachkonzept IT sicher, dass in der Bundesverwaltung Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen flächendeckend sowie methodisch einheitlich und damit vergleichbar durchgeführt werden.

Das WiBe Fachkonzept IT steht seit dem Frühjahr 2015 in der Version 5.0 zur Verfügung und umfasst eine spezifische Methodik zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für die Migration von Software-Systemen. Neu anzulegende Projekte sind unter den darin aufgeführten Kriterien zu bewerten.

Kapitalwertmethode oder Nutzwertanalyse?

Bei Großprojekten der Informationstechnik kommt für die Betrachtung der monetären Auswirkungen vor allem die Kapitalwertmethode in Betracht. Als dynamisches Verfahren beurteilt sie Investitionsvorhaben nach ihrem Kapitalwert, also durch wirklichkeitsnahe Erfassung der mit der Investition zusammenhängenden Finanzströme und Fokussierung auf einen gemeinsamen Bezugszeitpunkt.

Eine alternative Betrachtungsart ist die Nutzwertanalyse. Bei der Nutzwertanalyse werden gewichtete Zielkriterien einzeln und unabhängig voneinander bewertet und anschließend zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst.

Zur endgültigen Bewertung der Ergebnisse sollten die subjektiven Bewertungen der Nutzwertanalyse nicht mit den quantifizierbaren Kosten der Kapitalwertbetrachtung verrechnet werden. Vielmehr sind die jeweiligen Teilergebnisse am Schluss gegenüberzustellen, wobei den Kostengesichtspunkten im Zweifelsfall eine höhere Bedeutung zuzuordnen ist. Die Software WiBe Kalkulator ermöglicht eine Portfolioanalyse, die diese Bewertung grafisch unterstützt und vereinfacht.

Genereller Kriterienkatalog 5.0

Für die technische Unterstützung bei der Anwendung des Fachkonzepts WiBe 5.0 wurde ein entsprechender Kriterienkatalog erstellt: "Genereller Kriterienkatalog 5.0". Dieser ist Bestandteil des zip-Archivs unter Software -> Downloads -> Kriterienkataloge.

Der "Generelle Kriterienkatalog 5.0" muss zunächst bei Einzelplatzversionen durch die Nutzer bzw. bei Mehrplatzinstallationen durch die Katalogautoren importiert werden, ehe dieser neu zu erstellenden Projekten zugewiesen werden kann und die Projekte im Folgenden danach bewertet werden können. Diese Aktion ist unabhängig von der verwendeten WiBe Software möglich, also z. B. auch im WiBe Kalkulator 1.0.1. (Hinsichtlich der Importfunktionalität wird auf die Ausführungen im maßgeblichen Benutzerhandbuch des WiBe Kalkulators verwiesen).

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