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Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik (Link zur Startseite)

Mehr E-Government-Nutzer in Deutschland

Am 18. Juli stellten die Initiative D21 und das Institut für Public Management der TU München in Berlin die Ergebnisse des eGovernment MONITOR 2012 vor.

Danach ist die Zahl der Nutzer von E-Government-Angeboten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte auf 45 Prozent gestiegen. Damit liegt Deutschland im Mittelfeld der sechs in der Studie betrachteten Länder. Insgesamt sind mit 71 Prozent fast drei von vier Befragten in Deutschland mit den E-Government-Angeboten zufrieden.

Diese von der Beauftragten für Informationstechnik der Bundesregierung unterstützte internationale Vergleichsstudie wurde in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt. Sie erhebt auf repräsentativer Basis Daten zur E-Government-Nutzung in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Cornelia Rogall-Grothe, kommentierte die Ergebnisse der Studie: "Für Bund, Länder und Kommunen spielt der Ausbau der E-Government-Angebote eine zentrale Rolle. Für die Akzeptanz dieser Angebote in der deutschen Bevölkerung ist ausschlaggebend, dass sie nicht nur von zuhause, sondern auch mobil einfach und sicher genutzt werden können."

Den Trend zu mobilen E-Government-Lösungen, die die Bürgerinnen und Bürger mit Smartphones und Tablet-PC nutzen können, ist auch im E-Government-Monitor 2012 ablesbar. Einfache Bedienung, hohe örtliche Unabhängigkeit und zeitliche Verfügbarkeit machen diese Angebote besonders attraktiv. Eine erhebliches Potential bescheingt die Studie auch dem Open Government. 18 Prozent der Internetnutzer greifen bisher auf offene Regierungsdaten zu (Open Data). 36 Prozent der Internetnutzer wollen sich in Zukunft verstärkt auch an politischen Entscheidungen im Netz beteiligen.

Im Anschluss an die Vorstellung der Studie diskutierte Frau Rogall-Grothe die Ergebnisse mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Dabei wurde insbesondere deutlich, dass die Erbringung von Verwaltungsleistungen auf absehbare Zeit eine Multikanalstrategie verfolgen muss. Verwaltungsdienstleistungen müssen also flexibel für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur auf elektronischem Wege, sondern auch real z.B. durch mobile Bürgerbüros in der Fläche angeboten werden. Besonderen Wert wird man bei der Entwicklung künftiger Angebote auch auf die Nutzerfreundlichkeit und die Medienbruchfreiheit der Angebote legen.

26.07.2012

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