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ICAO Public Key Directory (PKD)

Das PKD wurde Anfang 2007 durch die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation der Vereinten Nationen (ICAO) in Betrieb genommen. Das PKD ist ein weltweiter elektronischer Verzeichnisdienst für Zertifikate, die die Überprüfung der Echtheit und Unverfälschtheit des Chips in elektronischen Reisepässen (ePässen) bei Grenzkontrollen und anderen hoheitlichen Überprüfungen im Inland erleichtern. Daneben wird mit dem PKD die Einhaltung der ICAO-Standards für Interoperabilität und Chip-Sicherheit befördert.

Das ICAO Public Key Directory bietet eine sichere IT-Plattform, um die für die Grenzkontrollbehörden aller Staaten erforderlichen Herstellerzertifikate, die sog. Document Signer Certificates, auszutauschen. Dazu werden die Zertifikate einer Vorprüfung durch das PKD unterzogen. Über die zum Download zur Verfügung gestellten Rückruflisten, die sog. Certificate Revocation Lists, können gesperrte Zertifikate identifiziert werden. Eine zusätzliche Möglichkeit zur Prüfung der Authentizität der Herstellerzertifikate wird über den Einsatz von Masterlisten im PKD erreicht. Ein bilateraler Austausch von Zertifikaten und Rückruflisten zwischen den Staaten ist mit dem PKD nicht mehr erforderlich. Der Download vom PKD wird 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen pro Woche sichergestellt, ein Backup-System ist eingerichtet.

Den Vorsitz im PKD Board (Lenkungsausschuss) stellt derzeit Deutschland, vertreten durch Herrn Dr. Eckart Brauer, Referat IT 4. Nationale PKD-Kontaktstelle für Deutschland ist das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Alle Informationen zum PKD sowie eine Übersicht aller teilnehmenden Staaten finden Sie unter http://www2.icao.int/en/MRTD/Pages/icaoPKD.aspx .

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