Das Projekt "Netze des Bundes"
Die heutige Regierungskommunikation und die ressortübergreifende Kommunikation der Bundesverwaltung stützt sich im Wesentlichen auf die beiden Netzinfrastrukturen IVBB (Informationsverbund Berlin-Bonn) und IVBV/BVN (Informationsverbund der Bundesverwaltung / Bundesverwaltungsnetz). Die Bedeutung von Netzinfrastrukturen hat sich seit der Einführung des IVBB vor über 10 Jahren fundamental gewandelt. Inzwischen haben Netzinfrastrukturen für die moderne Verwaltung die Bedeutung eines "zentralen Nervensystems" – für nahezu jede in der Bundesverwaltung zu erbringende Fachaufgabe werden mittlerweile IT-Verfahren und Netzinfrastrukturen als Grundlage benötigt. Aufgrund der gestiegenen Bedrohungslage durch hochentwickelte Schadprogramme wie z. B. Trojaner, werden die Netze dabei täglich und gezielt angegriffen und stehen in Gefahr, durch professionell organisierte Angriffe außer Gefecht gesetzt zu werden.
Die neue Netzinfrastruktur wird modular geplant und unter stärkerer zentraler Steuerung des Bundes betrieben. Die für die zentrale Steuerung notwendige "Zentrale Service Organisation" wird im Geschäftsbereich des BMI eingerichtet. Die modulare Vergabe ermöglicht dabei insbesondere eine anforderungsgerechtere, wirtschaftlichere Vergabe der einzelnen Module an verschiedene (externe und interne) Anbieter unter Beachtung der unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen. In für Betrieb und Sicherheit kritischen Modulen wird sofern notwendig und sinnvoll zudem auch verstärkt ein Eigenbetrieb durch in der Bundesverwaltung vorhandene bundeseigene IT-Dienstleister angestrebt. Diese Strategie führt in der Summe zu besserer Kontrolle durch den Bund, mehr Unabhängigkeit von einzelnen Unternehmen, höherer Sicherheit (einschl. besserer Krisenfestigkeit), Wirtschaftlichkeit und Flexibilität.


