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Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik (Link zur Startseite)

Grundlagen

Messung des IT-Energieverbrauchs

Die Erhebung des IT-Energieverbrauchs ist eine entscheidende Antriebsfeder für Green-IT. Erst Messungen schaffen ein Bewusstsein, wo der Stromverbrauch entsteht und damit auch in welchen Bereichen Einsparpotentiale bestehen und genutzt werden können. Der Rat der IT-Beauftragten hat diesen Aspekt aufgegriffen und frühzeitig verbindliche Rahmenbedingungen zur Erhebung des Energieverbrauchs in der Bundesverwaltung beschlossen. Die einzelnen Vorgaben finden Sie im Beschluss Nr. 20-2009 des IT-Rats, der auf der rechten Seite zum Herunterladen bereitsteht.
In der Handreichung "Durchführung von Energieverbrauchsmessungen in der Bundesverwaltung" ist beschrieben, wie der IT-Energieverbauch der dezentralen IT-Komponenten und in Rechenzentren erhoben wird. Die Handreichung steht ebenfalls auf der rechten Seite zum Download bereit.
Die Erhebung des Energieverbrauchs im Arbeitsplatzbereich kann auf Grundlage von qualifizierten Hochrechnungen durchgeführt werden, da insbesondere für größere Behörden Messungen an einzelnen Arbeitsplätzen aufwändig und mitunter nicht immer repräsentativ sind. Hierzu werden repräsentative Nutzungsprofildaten mit bekannten Verbrauchsdaten von IT-Geräten am Arbeitsplatz (PC, Drucker, Scanner etc.) multipliziert. Als geeignet erweisen sich die Daten des EU-Energy-Stars. Es handelt sich hierbei um einen internationalen Standard für energieeffiziente Produkte, der von der Umweltschutzbehörde (EPA) und vom Energieministerium (DOE) der Vereinigten Staaten veröffentlicht wird. Dieses Gütezeichen kennzeichnet für jede Geräteklasse diejenigen Produkte, welche die aktuellen Mindestanforderungen an Effizienz und Leistung erfüllen.
Die aktuelle Datenbank mit den derzeit ausgezeichneten Produkten (in der Link-Box unter "Datenbank des EU-Energy-Stars") und das Archiv mit älteren IT-Geräten (unter dem Link "Archiv des EU-Energy-Stars") sind nebenstehend aufgelistet. Ebenfalls können auch die Daten der Deutschen Energie-Agentur (dena) herangezogen werden.
Hinzu treten neue Möglichkeiten der Verbrauchserhebung: Mit Hilfe von softwarebasierten Messungen kann der Energieverbrauchs im Arbeitsplatzbereich kontinuierlich und im Vergleich zu qualifizierten Hochrechnungen noch exakter erhoben werden. Einige Bundesbehörden nutzen bereits diese Form der Verbrauchserhebung für ihre Berechnungen.

IT-Investitionsprogramm

Die Aspekte Umweltschutz und Ressourcenschonung sind wichtige Bestandteile des IT-Investitionsprogramms. Gezielt werden Maßnahmen unterstützt, die den Energieverbrauch der verwendeten IT verringern (grün in der IT). Einzelne Projekte legen einen weiteren Schwerpunkt auf den Aspekt "grün durch IT". Der Einsatz von Videokonferenzsystemen führt beispielsweise zu einer Vermeidung von Dienstreisen und damit zu einer Reduzierung des CO²-Verbrauchs. Die gezielte Förderung von Green-IT durch das IT-Investitionsprogramm spiegelt sich in einer spürbaren Senkung des IT-Energieverbrauchs im Bund wider.

Logo von Green-IT; Baum in Glaskugel



Zur Förderung von Green-IT werden rund 84 Mio. Euro eingesetzt. Zu den 87 Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Aufbau eines energieeffizienten Kompetenz- und Musterrechenzentrums im Bundesverwaltungsamt
  • Modernisierung der Massenspeicherstruktur
  • Flächendeckender Einsatz von moderner Videokonferenztechnik
  • Einsatz der Virtual-Desktop-Technologie in Funktionsbereichen und Telearbeit

Zeitstrahl

Grafische Darstellung der chronologischen Entwicklung von Green-IT in Form eines Zeitstrahls vom 3. Quartal 2008 - 3. Quartal 2010; Quelle: BMI

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